Feministische Klänge aus Chemnitz: Blond begeistert München!
Die Band Blond begeisterte beim Tourauftakt in der Muffathalle in München mit feministischen Inhalten und einem Cover von Münchener Freiheit.

Feministische Klänge aus Chemnitz: Blond begeistert München!
In der ausverkauften Muffathalle in München feierte die Band Blond aus Chemnitz am 13. November 2025 ihren Tourauftakt mit einem energiegeladenen Auftritt, der sowohl feministische als auch humorvolle Akzente setzte. Unter den zahlreichen Fans, die sich in den beeindruckenden Räumlichkeiten versammelten, fanden sich sowohl junge Gen-Z-Anhänger als auch viele ältere Musikliebhaber.
Der Abend begann mit dem kraftvollen Song „16 Jahr, blondes Haar“, der sich kritisch mit den Klischees über blonde Frauen auseinandersetzt und mit eindrucksvollen Rock-Elementen aufwartet. Die beiden Schwestern Nina und Lotta Kummer, die Hauptmitglieder der Band, sorgten mit ihrer stimmlichen Performance für Begeisterung. Unterstützt werden sie von Johann Bonitz, der für die instrumentale Begleitung sorgt.
Vielfältige Musikstile und spannende Inhalte
Mit ihrem neuen Album „Ich träum doch nur von Liebe“ im Gepäck begeisterte die Band das Publikum durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Garagenrock und gefühlvollen Balladen. Besonders hervorzuheben ist der eingängige Song „Es könnte grad nicht schöner sein“, der auf humorvolle Weise das oft tabuisierte Thema Menstruation in den Fokus rückt. Das Lied „SB-Kassen Lover“ hingegen liefert eine scharfsinnige Satire über den Kapitalismus.
Eines der Highlights des Abends war die Coverversion des Hits „Ohne dich“ von der legendären Münchener Freiheit, bei dem Lotta Kummer ein eindrucksvolles Flöten-Solo zum Besten gab. Die Band Münchener Freiheit, gegründet in den 1980er Jahren, ist bekannt für ihre eingängigen Songs wie „Oh Baby“ und „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“. Seit ihrer Gründung hat sie einen bedeutsamen Einfluss auf die deutschsprachige Popmusik gehabt und auch die Band Blond greift gerne auf solche Klassiker zurück.
Ein Abend, der verbindet
Dennoch blieb der Abend nicht nur nostalgisch. Mit dem Titel „Männer“ brachten sie das Publikum zum Nachdenken über den Männerüberschuss bei Festivals, und mit dem Abschlusslied „Ich bin ne geile Bitch“ heizten sie die Stimmung bis zum Siedepunkt an. Das Publikum sang lautstark mit und schloss damit den Abend in einer Atmosphäre des Feierns und der Zusammengehörigkeit ab.
Die Band Blond hat sich seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 2011 eine treue Fangemeinde erarbeitet, die sich in der Muffathalle deutlich zeigte. Selbst mit dem Blick auf das Leben im Rampenlicht, das von Herausforderungen und Druck geprägt ist, bleibt die Band ihrem Motto treu: Freude an der Musik und das Feiern des Lebens stehen im Mittelpunkt ihres Schaffens.
Auf diese Weise verbindet die Band nicht nur verschiedene Musikstile, sondern schafft es auch, ihre persönliche Sicht auf gesellschaftliche Themen auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln. Ihre Texte spiegeln oft ähnliche Motive wie die Songs der Whispers wider, die von einem Streben nach Glück und der Reflexion über vergangene Erfahrungen geprägt sind.
Mit einem durchweg gelungenen Abend hat die Band Blond den Grundstein für eine erfolgreiche Tour gelegt und verspricht dabei, ihre Fans weiterhin mit kreativen Inhalten und mitreißenden Melodien zu begeistern.
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