Letzte Korbimker der Lüneburger Heide: Tradition im Strohkorb bewahren!

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Sven Dunker, ein Korbimker aus Eyendorf, bewahrt die Tradition der Bienenhaltung in der Lüneburger Heide nachhaltig.

Sven Dunker, ein Korbimker aus Eyendorf, bewahrt die Tradition der Bienenhaltung in der Lüneburger Heide nachhaltig.
Sven Dunker, ein Korbimker aus Eyendorf, bewahrt die Tradition der Bienenhaltung in der Lüneburger Heide nachhaltig.

Letzte Korbimker der Lüneburger Heide: Tradition im Strohkorb bewahren!

Inmitten der malerischen Lüneburger Heide, wo sich sanfte Hügellandschaften und blühende Flora vereinen, findet man Sven Dunker aus Eyendorf. Er ist einer der letzten Korbimker in dieser Region und hat sich der Tradition der Korbimkerei verschrieben. Vor 25 Jahren erlernte Dunker das Handwerk von Gerhard Meier aus Evendorf, dessen Familie das Imkern in der Heide bereits seit fünf Generationen praktiziert. Mit seiner besonderen Technik, bei der er runde Körbe aus Roggenstroh, die sogenannten Lüneburger Stülper, verwendet, bewahrt er nicht nur die traditionelle Handwerkskunst, sondern auch die artgerechte Haltung der Bienen. “Ich glaube, dass die Bienenhaltung in Strohkorb viel natürlicher ist”, erklärt Dunker.

Seit Anfang August bewirtschaftet Dunker stolz 42 Korb-Völker in der Weseler Heide, was eine beeindruckende Steigerung von zehn Völkern in nur einem Sommer darstellt. Doch die Imkerei ist für ihn mehr als nur ein Beruf – es ist ein Hobby und Nebenerwerb, während er hauptberuflich als Sozialarbeiter und Quartiersmanager im Lüneburger Stadtteil Kaltenmoor arbeitet. Besonders am Herzen liegt ihm der Gedanke der „guten Nachbarschaft“ und Selbstorganisation, die er sowohl in seinem sozialen Beruf als auch in der Imkerei fördert.

Tradition trifft Nachhaltigkeit

Die Korbimkerei zeichnet sich durch ihre nachhaltige und ökologische Arbeitsweise aus, wie bienenbringer.info festhält. Dunker verwendet ausschließlich natürliche, biologisch abbaubare Materialien und verzichtet auf den Einsatz von Kunststoffen. Dies ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern fördert auch die Gesundheit seiner Bienenvölker. „Im Vergleich zu modernen Magazinen ist der Befall der Varoa-Milbe in meinen Körben deutlich geringer“, so Dunker.

Die Bienen dürfen in ihren Körben einen leeren Raum haben, um selbst Waben zu bauen und so ein gesünderes Raumklima zu schaffen. Dunker betont, wie wichtig es ist, den Bienen ausreichend Zeit zum Putzen zu lassen, da dies sie vor Milben schützt – eine Information, die auch auf die Vorteile der Korbimkerei hinweist. Diese traditionelle Form der Bienenhaltung erlaubt weniger Eingriffe in das Bienenvolk und fördert einen natürlichen Wabenbau, was den Bienen hilft, sich besser an ihre Umgebung anzupassen, wie happytobee.de erklärt.

Die Honigernte und mehr

Die Erntezeit ist ein ganz besonderer Moment für Dunker. Er plant seine Honigernte für den 22. September, an dem er die Waben mit Hilfe einer alten Stader Kolbenpresse aus dem Jahr 1740 auspresst. Dieser traditionelle Prozess widerspiegelt seine Liebe zur alten Handwerkskunst. “Den Bienenvölkern im Herbst ein entsprechendes Winterquartier zu geben und im Frühjahr wieder zu vermehren, ist ein wichtiger Teil meines Handwerks”, erklärt er.

Außerdem engagiert sich Dunker für eine Ausstellung über die Korbimkerei im Naturinformationshaus in Niederhaverbeck. Auf der Suche nach historischen Körben und Gerätschaften für die Ausstellung und seine eigene Imkerei, hofft er auf Unterstützung: „Wenn jemand alte Bienenkörbe oder historische Imker-Geräte hat, würde ich mich sehr freuen.“ Dazu bietet er die Möglichkeit, ihn telefonisch unter (0152) 29578531 zu kontaktieren.

Die Lüneburger Heide, mit ihrer blühenden Landschaft und der vielfältigen Flora, stellt einen idealen Standort für die Bienenhaltung dar. Während der Heideblüte im Spätsommer verwandelt sich die Gegend in ein lila Blütenmeer, welches den Honig von kleiner Weide und Heide überwältigend lecker macht.

Sven Dunker lebt seine Leidenschaft für die Korbimkerei mit vollem Einsatz – und bewahrt damit nicht nur ein Stück Kulturgeschichte, sondern sorgt auch für die Gesundheit und den Erhalt seiner Bienenvölker. In einer Welt, in der sich vieles schnell verändert, bringt sich der leidenschaftliche Imker ein, um Traditionen zu bewahren und seinen Beitrag zur Natur zu leisten.