Streit um Villa in Solln: Kita-Pläne bedroht von Flüchtlingsheim!

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In Solln könnte statt einer Kita bald ein Flüchtlingsheim entstehen, was zu Widerstand der Anwohner führt. Klagen stehen noch aus.

In Solln könnte statt einer Kita bald ein Flüchtlingsheim entstehen, was zu Widerstand der Anwohner führt. Klagen stehen noch aus.
In Solln könnte statt einer Kita bald ein Flüchtlingsheim entstehen, was zu Widerstand der Anwohner führt. Klagen stehen noch aus.

Streit um Villa in Solln: Kita-Pläne bedroht von Flüchtlingsheim!

Die Situation rund um die geplante Kindertagesstätte (Kita) in der Beuerberger Straße 9 in München-Solln sorgt für ordentlich Zündstoff. Während die Geschäftsführerin der BHB Unternehmensgruppe, Melanie Hammer, die Eröffnung der Kita in Angriff nehmen möchte, haben die Anwohner ein Wörtchen mitzureden. Die Umbaupläne für die Villa, die bereits genehmigt sind, haben ein neues Licht auf die Möglichkeiten der Nutzung geworfen, und plötzlich wird von einer Flüchtlingsunterkunft gesprochen.

„Wir haben ja bereits Klage gegen die Kita-Genehmigung eingereicht“, erklärt Franz Ruland, einer der betroffenen Anwohner. Viele im Viertel fürchten sich vor Lärm, einer verschärften Parkplatzsituation und dem zusätzlichen Verkehr, den 86 Kinder in einer Kita nach sich ziehen könnten. So mancher sieht hier bereits die „schnelle Lösung“ in einer Lärmschutzwand, die jedoch aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigt werden kann. Anwohner sammeln fleißig Unterschriften gegen die Kita und machen durch Flyer auf die brisante Situation aufmerksam. Die Frage, die viele bewegt: „Asylheim oder Kita im Viertel?“

Neue Pläne für die Villa

Dank eines neuen Nutzungsantrags ist nun sogar die Möglichkeit eines Flüchtlingsheims in greifbarer Nähe. Der Vorbescheid ist bereits erteilt, und dieser neue Plan erfordert keine baulichen Änderungen oder Baumfällungen. Laut den aktuellen Informationen könnte die Nutzung der bestehenden Küche und Sanitäranlagen, sowie des Schwimmbades im Keller, durchaus realisierbar sein. Die BHB Unternehmensgruppe hat immer betont, dass die Kita-Pläne Priorität haben, prüft jedoch alternativ auch die Nutzung als Unterkunft für Geflüchtete.

Der Bezirksausschuss 19 hat zur neuen Situation nicht Stellung genommen, sieht jedoch nach baurechtlicher Prüfung keine Bedenken beim Antrag für die Flüchtlingsunterkunft, wie auch Alexander Aichwalder von den Grünen anmerkt. „Das könnte eine Reaktion auf die lautstarken Proteste der Anwohner sein“, vermutet er. In der Tat gibt es unter den Anwohnern einen starken Widerstand gegen alle für die Villa geplanten Nutzungen. Sie befürchten nicht nur Lärm, sondern kritisieren auch hohe Gebühren für die Kita.

Eine Bereicherung für das Viertel?

Melanie Hammer bleibt optimistisch und sieht die Kita als Bereicherung für das Wohngebiet. In einem Viertel, wo die Winkelsituation für Betreuungsplätze angespannte als recht entspannt ist, ist der Bedarf nach einem Platz für 86 Kinder unbestritten. Der Bezirksausschuss hat die Kita-Pläne somit auch unterstützt, weil er die Unterversorgung im Stadtteil erkannt hat. Dennoch bleibt die grundlegende Frage spannend: Was wird nun aus den Plänen für die Kita? Das Gericht hat bis dato keinen Termin für die Prüfung aller Klagen festgelegt.

Die Situation bleibt angespannt, mit zwei klaren Fronten: Auf der einen Seite die Anwohner, die ihre Interessen lautstark vertreten, und auf der anderen die BHB Unternehmensgruppe, die wie ein Fels in der Brandung das Ziel der Kita-Einrichtung fokussiert. Ob die Villa letztlich zu einer Kita oder zu einem Flüchtlingsheim wird, bleibt abzuwarten. Die Münchner Stadtverwaltung kann in jedem Fall die Unterbringung von Geflüchteten nicht lange ignorieren, schließlich stehen in der Stadt weiterhin zahlreiche Menschen ohne Platz da.

Bleiben wir gespannt, wie die gerichtlichen Auseinandersetzungen ausgehen und welche Lösung letztlich für Solln gefunden wird. Da bleibt zu hoffen, dass eine Einigung bald in Sicht ist, die für alle Beteiligten einen Kompromiss darstellt.

tz.de berichtet, dass …

sueddeutsche.de hebt hervor, dass …

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