München zeigt Flagge: Cornern gegen Rechts am Rotkreuzplatz!
Am 17. August startet die Aktion „Cornern gegen Rechts“ am Rotkreuzplatz in München, um gegen rechte Präsenz und Hass zu protestieren.

München zeigt Flagge: Cornern gegen Rechts am Rotkreuzplatz!
In München regt sich Widerstand gegen die immer präsenter werdenden rechten Strömungen. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Rechts München“ hat eine Aktion namens „Cornern gegen Rechts“ ins Leben gerufen. Diese wird am Sonntag, den 17. August, am Rotkreuzplatz stattfinden. Hier wollen die Organisatoren ein Zeichen gegen Hass und rechte Präsenz im öffentlichen Raum setzen. Bei „Cornern“ versammeln sich Menschen, hören Musik, tauschen sich aus und stärken damit die Gemeinschaft. Die Veranstaltung ist von 13 bis 17 Uhr geplant und verspricht ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, kreativen Aktionen und Dialogangeboten. Ziel ist es, dass Anwohner*innen und Passant*innen gemeinsam für eine offene, respektvolle Gesellschaft eintreten, in der Hass keinen Platz hat. „Öffentliche Plätze gehören uns allen und nicht den Extremisten“, betont das Bündnis, das weitere Aktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Planung hat, um gegen rechte Parolen aktiv zu werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer alarmierenden Zunahme rechter Symbolik in der Stadt, wie etwa Aufkleber, Schmierereien und Demonstrationen, die viele Münchener*innen verunsichern.
Gerade in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen im Rechtsextremismus-Umfeld ist solch ein Engagement wichtiger denn je. Der Verfassungsschutz hat erst kürzlich die AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Diese Einstufung, die am Freitag publik wurde, könnte die Wahrscheinlichkeit eines Parteiverbots durch das Bundesverfassungsgericht erhöhen. Aus diesem Grund werden deutschlandweit Proteste organisiert, um die neue Regierung zu einem Antrag für ein AfD-Verbot zu bewegen. Demonstranten haben bereits Anfang 2025 gegen die Zusammenarbeit von Friedrich Merz mit der AfD protestiert und lautstark gefordert, dass die AfD nicht mehr als gewöhnliche Partei behandelt wird. Hier wird deutlich, dass sich viele Bürger*innen aktiv gegen Extremismus und für eine demokratische Gesellschaft einsetzen möchten.
Alarmierende Zahlen und Tendenzen
Ein besorgniserregender Aspekt ist auch die Instrumentalisierung gesellschaftlicher Themen durch Rechtsextremisten. Diese Positionen werden häufig genutzt, um Hetze gegen Minderheiten zu betreiben, besonders gegen die LSBTIQ-Community, was in den letzten Jahren zu einem Anstieg von Übergriffen geführt hat. So sind beispielsweise Störaktionen gegen Christopher Street Day-Veranstaltungen nicht selten. Diese Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, mit der München und andere Städte gegen rechtsextreme Tendenzen vorgehen müssen.
München gegen den Hass
Die bevorstehende Veranstaltung am Rotkreuzplatz ist nicht bloß eine lokale Aktion, sondern Teil eines größeren gesellschaftlichen Aufschreis gegen den Rechtsextremismus. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Rechts München“ möchte auch eine Plattform schaffen, um die Stimmen derjenigen zu vereinen, die abseits des politischen Mainstreams für Werte wie Toleranz und Respekt einstehen. In diesem Sinne lädt das Bündnis alle Münchener*innen ein, aktiv zu werden und Teil des geselligen Miteinanders zu sein. Der Aufruf zur Teilnahme an der Aktion ist ein Zeichen dafür, dass sich die Münchener*innen nicht mit rechten Parolen abfinden werden. Dank gemeinsamer Aktivitäten können diese Werte in einem positiven Licht erstrahlen und eine klare Botschaft senden: Hass hat keinen Platz in unserer Stadt.
Bereits jetzt ist klar: Die Aktion „Cornern gegen Rechts“ wird nicht nur die Bühne für Musik und Gespräche sein, sondern auch für ein starkes Bekenntnis zur Zivilgesellschaft und gegen jede Form von Extremismus. Seien Sie dabei!