München ringt um Olympia: Bürgerentscheid bringt Stimmung zum Kochen!

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München diskutiert Bürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung 2036-2044. Chancen, Herausforderungen und ökologische Bedenken stehen im Fokus.

München diskutiert Bürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung 2036-2044. Chancen, Herausforderungen und ökologische Bedenken stehen im Fokus.
München diskutiert Bürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung 2036-2044. Chancen, Herausforderungen und ökologische Bedenken stehen im Fokus.

München ringt um Olympia: Bürgerentscheid bringt Stimmung zum Kochen!

In München brodelt es derzeit gewaltig: Der Streit über eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 hat an Fahrt aufgenommen. Am 26. Oktober 2025 steht ein Bürgerentscheid an, bei dem die Münchner Bevölkerung über die geplante Bewerbung abstimmen soll. Wie sueddeutsche.de berichtet, gibt es sowohl starke Befürworter als auch vehemente Gegner dieser Initiative. Ein Bündnis namens „NOlympia“ hat sich aktiv gegen die Bewerbung positioniert.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht die Olympischen Spiele als eine einmalige Chance für die Landeshauptstadt und ganz Bayern. Tokik betont die positiven Impulse, die Olympia für Forschung, Technologie, und die lokale Wirtschaft bringen könnte. Angepriesen werden insbesondere die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Belebung des Tourismus sowie eine stärkere Förderung von Gastronomie und Start-ups. Die Zeit nach den Spielen, so Herrmann, soll durch nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur gekennzeichnet sein.

Zurück zur Bürgerstimmung

Der Bürgerentscheid hat inzwischen erhebliche Aufmerksamkeit erregt. Aktuellen Umfragen zufolge stehen etwa 66 Prozent der Münchner Bürger*innen der Bewerbung positiv gegenüber, während 31 Prozent hingegen Bedenken äußern. Dies zeigt, dass die Stadt eine Vielzahl an Meinungen und Sorgen abwägen muss, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Auch der Stadtrat hat sich bereits mit großer Mehrheit für die Bewerbung ausgesprochen, berichtet br.de.

Das Konzept für die Bewerbung zielt darauf ab, bestehende Sportstätten zu nutzen, wobei nur in wenigen Fällen neue Anlagen erforderlich sind. Bis spätestens 31. Mai müssen die Konzepte beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht werden. Die Durchführung eines Bürgerentscheids wird wie ein mahnendes Beispiel für die abgelehnte Winterspiele-Bewerbung 2022 aus dem Jahr 2013 betrachtet, die die Bürger damals abgelehnt hatten.

Kritik und Bedenken

Wie stadt.muenchen.de feststellt, tragen auch Gegner der Initiative wie der Bund Naturschutz und die ÖDP ihre Bedenken vor. Diese fordern, dass die Stadt zunächst in Wohnraum und Naturschutz investiert, bevor sie Olympische Spiele anstrebt. Zudem gibt es kritische Stimmen zu den Nachhaltigkeitskonzepten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die als wenig überzeugend angesehen werden.

Ein weiterer Punkt der Kontroversen ist die Sorge über steigende Lebenshaltungskosten. Gegner argumentieren, dass die Olympischen Spiele massive Preisanstiege, insbesondere beim Wohnraum, nach sich ziehen könnten. Landtagsvizepräsident Ludwig Hartmann (Grüne) hebt hervor, dass das IOC steuerfreie Gewinne sichert, während die Allgemeinheit mögliche Verluste trägt.

Die Hessen erhoffen sich durch diese Bewerbung jedoch einen infrastrukturellen Entwicklungsschub: Neben der Schaffung neuer Wohnungen sind auch zahlreiche Projekte zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs geplant. Herrmann betont, München müsse Olympia nicht autokratisch regierten Ländern überlassen und sollte die Bewerbung im Einklang mit demokratischen Werten gestalten.

Es werden bereits konkrete Vorhaben in der Stadt skizziert, wie die Entwicklung eines neuen, klimaneutralen Stadtquartiers mit 4.000 Wohnungen für etwa 10.000 Bürger*innen. Man darf gespannt sein, wie die Münchner Bevölkerung bei der bevorstehenden Entscheidung abstimmen wird und welche Richtung die Bewerbung der Stadt letztlich nehmen wird.