Die Stadt München würdigt herausragende Talente in der Kulturbranche: Am 16. April 2026 hat der Kulturausschuss des Stadtrats die Vergabe der Förderpreise für Theater und Tanz beschlossen. Dieses Mal dürfen sich die Performerin Lucy Wilke und die Choreografin Stephanie Felber über die Auszeichnung freuen, die jeweils mit 8.000 Euro dotiert ist.
Lucy Wilke, die in München geboren wurde und dort lebt und arbeitet, wurde mit dem Förderpreis Theater ausgezeichnet. Sie bewegt sich an den Grenzen zwischen Performance, Schauspiel, Tanz und Musik und ist als prägende Stimme einer Generation von Theaterschaffenden anerkannt. Nach ihrer Ausbildung am International Munich Art Lab hat sie eine interdisziplinäre Praxis entwickelt und ist in vielerlei Hinsicht aktiv – als Performerin, Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin. Ihre enge Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen sowie der Freien Szene zeigt ihr großes Engagement für die Kultur in ihrer Heimatstadt.
Herausragende Projekte und Themen
Besonders hervorzuheben ist ihr gemeinsames Projekt mit Paweł Duduś, der Theaterabend „scores that shaped our friendship“ aus dem Jahr 2020. Zudem widmet sich Wilke in ihren Arbeiten zusammen mit Sahar Rahimi Themen, die oft als gesellschaftliche Tabus gelten, wie Mutterschaft und Körperlichkeit. Für ihr kreatives Schaffen hat sie überregionale Anerkennungen erhalten, darunter den Deutschen Theaterpreis Der Faust und den Kulturpreis Bayern.
Auf der anderen Seite wurde der Förderpreis Tanz an die talentierte Stephanie Felber vergeben. Ihr choreografisches Denken ist stark vom Film und der Bildenden Kunst geprägt. Seit ihrem Debüt 2015 setzt sie sich intensiv mit der Komposition geteilter sozialer Räume auseinander und hat ihr neues Genre mit dem Film-Tanz-Abend „Carnal Screen“ im Jahr 2023 erfolgreich eingeführt. Felber ist nicht nur eine kreative Innovatorin in der Tanzszene, sondern auch eine wichtige Mitspielerin im inklusiven Ensemble der Freien Bühne München e. V.
Einblicke in die Zukunft
Darüber hinaus ist Felber Mitbegründerin des interdisziplinären Kölner DIPHTHONG-Kollektivs und gibt international Workshops. Aktuell beschäftigt sie sich mit einem Stipendium, das die Erforschung des Körpergedächtnisses zum Thema hat. Die Jury beschreibt sie als kollegiale Netzwerkerin und unabhängigen Geist, was ihr Ansehen und ihre Bedeutung in der Kulturszene Münchens nur unterstreicht.
Diese Förderpreise werden alle zwei Jahre vergeben und sind eine wertvolle Möglichkeit, kreative Talente in der Stadt zu fördern und zu unterstützen. München kann sich glücklich schätzen, solche außergewöhnlichen Künstlerinnen wie Lucy Wilke und Stephanie Felber in ihren Reihen zu haben. Ihre Arbeiten sind nicht nur eine Bereicherung für die lokale Szene, sondern auch eine Inspiration für viele.