In Trudering-Riem tut sich was: Die beliebte Bäckerei Rischart eröffnet eine zweite „Gutes von Gestern“-Filiale im Zwischengeschoss des Truderinger Bahnhofs, die voraussichtlich Ende April 2026 ihre Türen öffnet. Diese innovative Filiale folgt dem Konzept der bestehenden Filiale an der Baaderstraße, wo Backwaren des Vortags zum halben Preis angeboten werden. Ziel dieses Ansatzes ist es, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig den Geldbeutel der Kunden zu schonen.
Besonders morgens ist die Nachfrage hoch, da die leckeren Kuchenstücke schnell ausverkauft sind. Die Backwaren, die in der neuen Filiale angeboten werden, stammen aus den Rischart-Filialen und sind nicht nur preiswert, sondern auch frisch. Beispielsweise kostet Dinkelbrot 6,35 Euro/kg statt 12,70 Euro/kg, ein Buttercroissant gibt es für 1,05 Euro statt 2,10 Euro und der Munich Cheesecake schlägt mit 2,60 Euro zu Buche, statt der regulären 5,20 Euro. Auch der gesamte Cheesecake wird mit 9,50 Euro angeboten, anstatt 18,95 Euro. Die Kaffeepreise bleiben im Vergleich zu den anderen Filialen gleich, sodass ein Cappuccino oder Latte Macchiato für 4,20 Euro zu haben ist (tz.de).
Lebensmittelverschwendung im Fokus
Das Konzept von Rischart ist nicht nur ein cleverer Schachzug im Sinne der Kundenbindung, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMLEH) entstehen in Deutschland jährlich etwa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle. Diese Abfälle fallen in allen Bereichen an: von der Primärproduktion über die Verarbeitung bis hin zu privaten Haushalten. Um dieser Herausforderung entgegenzuwirken, wurde im Februar 2019 eine nationale Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung vorgestellt. Diese Strategie verfolgt das Ziel, die Lebensmittelabfälle in Deutschland bis 2030 signifikant zu verringern (bmleh.de).
Rischarts Ansatz ist also nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch gesellschaftlich relevant. Die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ wurde 2012 ins Leben gerufen, um Verbraucher für die Problematik der Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren. Auch die kürzlich gestartete Plattform zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zeigt, dass immer mehr Unternehmen und Verbände sich aktiv an der Lösung dieses Problems beteiligen. Der Pakt gegen Lebensmittelverschwendung, der im Juni 2023 zwischen dem BMLEH und 14 Unternehmen des Lebensmittelgroß- und Einzelhandels geschlossen wurde, zielt darauf ab, die Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 % zu reduzieren und bis 2030 die Hälfte der Abfälle einzusparen.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der Eröffnung der neuen Rischart-Filiale in Trudering wird nicht nur eine weitere Möglichkeit für die Münchner geschaffen, hochwertige Backwaren zu einem fairen Preis zu erwerben, sondern es wird auch ein Zeichen gesetzt, dass jeder Einzelne zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung beitragen kann. Weitere Informationen zu Rischart und ihren Angeboten finden Sie auf ihrer Webseite.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich dieses Konzept in Trudering etabliert und ob es als Vorbild für weitere Initiativen dienen kann. Eines steht fest: Die Münchner Bäckerei Rischart trägt mit ihren „Gutes von Gestern“-Filialen aktiv zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung bei und bietet ihren Kunden gleichzeitig eine köstliche und preiswerte Auswahl.