In München tut sich was auf dem Wohnungsmarkt! Am 3. März 2026 fand ein spannender Austausch über die Zukunft des Wohnens in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Eingeladen waren prominente Teilnehmer wie Christian Smolka und Sybille Stöhr, um über die Umwidmung von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum zu diskutieren. Diese Initiative ist Teil eines größeren Plans, um München lebendiger und bezahlbarer zu gestalten.

Die Idee hinter Projekten wie den Ten Towers ist es, neues Wohnen und Arbeiten zu fördern. Dies geschieht durch Anträge zur Umwandlung leerstehender Gewerbeflächen in Wohnraum. Ein zentrales Ziel ist die Überführung von Immobilien kirchlicher und gemeinnütziger Organisationen in gemeinnützige Wohnnutzung. Hierfür wird eine bayernweite gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft gefordert, die langfristig bezahlbaren Wohnraum sichert.

Engagement für Mieterinnen

Beim Austausch wurde auch das Engagement gegen Mietenwucher betont, ebenso wie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Die Zusammenarbeit mit städtischen Wohnungsbaugesellschaften soll faire Mieten garantieren. Ricky Dörrie, Mieterbeirätin und Spitzenkandidatin der Fraktion BA17 Obergiesing-Fasangarten, unterstützt die Münchener Mieterinnen aktiv. Bärbel Girardin, die Diskussion leitet und als Grüne Fraktionssprecherin im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach tätig ist, sowie Christian Smolka, Stadtrat im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung, setzen sich für diese wichtigen Themen ein.

Die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum ist jedoch nicht ganz so einfach, wie es sich zunächst anhört. Eine Nutzungsänderung ist erforderlich, wenn eine Immobilie anders genutzt werden soll als ursprünglich genehmigt. Dabei müssen die zuständigen Behörden über die geplante Nutzung informiert werden. Diese Genehmigungen hängen stark vom Standort und dem örtlichen Bebauungsplan ab, wobei in Mischgebieten die Integration von Wohnnutzung oft möglich ist, in reinen Gewerbegebieten jedoch selten. Die rechtlichen Grundlagen bilden das Baugesetzbuch (BauGB) sowie die jeweiligen Landesbauordnungen, weshalb es ratsam ist, frühzeitig mit dem Bauamt zu klären, ob die Voraussetzungen für eine Nutzungsänderung erfüllt sind (Quelle).

Förderprogramme und Zukunftsperspektiven

Ein weiteres wichtiges Thema ist das geplante Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“, das ab Sommer 2026 in Kraft treten soll. Eigentümer von Büros und anderen Nichtwohngebäuden erhalten dann zinsverbilligte Darlehen zur Schaffung von Wohnraum durch Umnutzung. Interessanterweise werden keine Mietobergrenzen für dieses Programm festgelegt, was den Eigentümern Spielraum gibt, ihre Objekte in Wohnraum umzuwandeln. Die Bundesregierung hat erkannt, dass die Leerstandsquote in relevanten Büromärkten von 2% im Jahr 2019 auf 5,6% im Jahr 2024 gestiegen ist, was elf Millionen Quadratmetern entspricht (Quelle).

Die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum kann nicht nur zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum beitragen, sondern auch bis zu zwei Drittel CO2 im Vergleich zum Neubau einsparen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung für den Klimaschutz. Die Ziele des Förderkonzepts umfassen die Beseitigung von Leerstand, die Revitalisierung der Innenstädte und die Förderung einer nachhaltigen Umbaukultur. In den sieben größten deutschen Städten stehen derzeit 1,8 Millionen Quadratmeter umwidmungsfähige Büroflächen zur Verfügung, was enormes Potenzial für die Schaffung neuen Wohnraums bietet.

Insgesamt zeigt sich, dass München auf einem spannenden Weg ist, um den Herausforderungen des Wohnungsmarktes zu begegnen. Die Kombination aus politischem Engagement, rechtlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Anreizen könnte der Schlüssel zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Stadt sein.