Heute ist der 6.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die wichtige Rolle des Klinikums Landsberg in der Schlaganfallversorgung. Dieses Klinikum wurde offiziell als Tele-Stroke-Unit zertifiziert, was bedeutet, dass Patienten ohne eigene neurologische Fachabteilung hier nach höchsten medizinischen Standards behandelt werden können. Diese Zertifizierung wurde durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft erteilt und bestätigt die hervorragenden Bedingungen, die in der Klinik herrschen.

Seit 2013 arbeitet das Klinikum telemedizinisch mit dem Universitätsklinikum Großhadern in München im Nevas-Netzwerk zusammen. Dies ermöglicht es, Schlaganfallpatienten über eine gesicherte Videoverbindung von neurologischen Spezialisten beurteilen zu lassen. Diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass eine sofortige Diagnostik und Therapie ohne Verzögerung erfolgen kann, was bei einem Schlaganfall entscheidend ist. Viele kleinere, regionale Krankenhäuser können die spezielle Schlaganfallversorgung rund um die Uhr nicht gewährleisten, weshalb die Telemedizin eine wertvolle Unterstützung darstellt.

Effiziente Schlaganfallversorgung

Im Klinikum Landsberg werden jährlich rund 400 Schlaganfallpatienten behandelt. Die Akuttherapie, wie die Lysebehandlung bei Gefäßverschlüssen, muss innerhalb eines Zeitfensters von etwa viereinhalb Stunden nach Symptombeginn erfolgen. Patienten werden auf speziell ausgestatteten Überwachungsplätzen innerhalb der Intensivstation behandelt, wo sie in den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Schlaganfall engmaschig überwacht werden.

Das umfassende Versorgungskonzept umfasst nicht nur die Akuttherapie, sondern auch eine umfassende bildgebende und internistische Diagnostik. Dazu gehören kontinuierliche neurologische und kardiologische Überwachung sowie Gefäßultraschalluntersuchungen. Um den Patienten bestmöglich zu helfen, wird bereits innerhalb der ersten 24 Stunden mit Physio-, Ergo- und Logopädie durch ein spezialisiertes Team begonnen. Diese intensive Betreuung ist ein wesentlicher Bestandteil der strukturierte Schlaganfallversorgung in der Klinik.

Die Rolle der Telemedizin

In Deutschland wird fast jeder zehnte Schlaganfallpatient telemedizinisch mitbehandelt. In ländlichen Regionen mangelt es oft an spezialisierten Stroke-Units in Krankenhäusern. Telemedizin kann hier die Versorgung von Schlaganfallpatienten entscheidend verbessern. Viele regionale Krankenhäuser sind digital an größere spezialisierte Kliniken angebunden, auch ohne durchgängige Anwesenheit eines Neurologen. Diese Anbindung ermöglicht eine wertvolle Zusammenarbeit mit der Stroke-Unit des größeren Krankenhauses, was die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich steigert.

Die Schlaganfallversorgung in Kliniken wie dem Klinikum Landsberg zeigt, wie wichtig moderne medizinische Netzwerke und innovative Ansätze sind, um die bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen. Die Kombination aus telemedizinischer Unterstützung und qualifiziertem Fachpersonal sorgt dafür, dass Patienten schnell und effizient behandelt werden können, was im Notfall lebensrettend sein kann. Bleiben Sie gesund und achten Sie auf Ihre Symptome – im Notfall zählt jede Minute!