Am 3. März 2026 findet im Hörsaaltrakt des LMU-Klinikums Großhadern ein wichtiger Brustkrebs-Informationstag statt. Jährlich erhalten in Deutschland rund 74.500 Frauen und 800 Männer die Diagnose Brustkrebs, eine Erkrankung, die nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Angehörigen und Freunde stark betrifft. Ziel des Informationstags ist es, Betroffene mit wertvollen Informationen und Unterstützung zu versorgen, die für den Umgang mit dieser Erkrankung von Bedeutung sind.

Prof. Nadia Harbeck, die Leiterin des Brustzentrums am Klinikum, wird die Veranstaltung eröffnen und die Bedeutung der Früherkennung hervorheben. Eine Neuerung, die möglicherweise noch 2026 oder spätestens 2027 in Kraft treten könnte, ist die frühere Einladung zur Mammografie, die künftig bereits ab 45 Jahren erfolgen soll. Dies könnte entscheidend sein, da die Heilungschancen bei frühzeitigem Brustkrebs deutlich gestiegen sind. Moderne Therapiekonzepte ermöglichen es sogar, oft auf eine Chemotherapie zu verzichten, indem Anti-Hormone vor der Operation eingesetzt werden. Daher empfiehlt Prof. Harbeck, sich an zertifizierte Brustzentren zu wenden, um die bestmögliche Betreuung zu erhalten.

Früherkennung und genetische Beratung

Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung wird die Gentestung für Personen mit familiärer Häufung von Brust- oder Eierstockkrebs sein. Diese Tests sind besonders wichtig, da Frauen mit bestimmten Genmutationen wie BRCA1 und BRCA2 ein deutlich erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben. Die intensivierte Brustkrebs-Früherkennung wird in spezialisierten Zentren des Deutschen Konsortiums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs angeboten. Dort erhalten Patientinnen eine umfassende Beratung und Informationen über die Kostenübernahme durch Krankenkassen, die in der Regel die Kosten für diese Maßnahmen übernehmen.

Die Mitveranstalterin Renate Haidinger, die selbst 2000 an Brustkrebs erkrankte und den Verein brustkrebs-muenchen.de gründete, wird ebenfalls anwesend sein. Ihr Verein berät jährlich etwa 8.000 Patientinnen und bietet umfassende Informationen zu dieser Erkrankung. Haidinger empfiehlt, eine Vertrauensperson mit zu Arztgesprächen zu nehmen und im Voraus Fragen zu notieren, um die Gespräche effektiver zu gestalten.

Brustkrebs: Fakten und Zahlen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Im Laufe ihres Lebens erkrankt etwa jede achte Frau an dieser Krankheit. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren, wobei eine von sechs Frauen bei Diagnosestellung jünger als 50 Jahre ist. Die relative 10-Jahres-Überlebensrate beträgt für Frauen 83 % und für Männer 68 %. Früh entdeckte Tumoren können die Überlebensrate sogar über 100 % steigern. Das zeigt, wie wichtig die Früherkennung und Behandlung sind.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Brustkrebs-Informationstag am LMU-Klinikum eine hervorragende Gelegenheit für Betroffene, Angehörige, Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten ist, sich über die neuesten Entwicklungen in der Brustkrebsbehandlung und -früherkennung zu informieren. Die Veranstaltung findet von 13:30 bis 18:30 Uhr statt, und es werden wichtige Adressen für Unterstützung und Informationen zu Brustkrebs bereitgestellt. Nutzen Sie diese Chance, um sich umfassend zu informieren und vielleicht auch das ein oder andere Gespräch zu führen, das Ihnen oder Ihren Angehörigen helfen kann.