Die Münchner Altstadt wird bald grüner! Der Stadtrat von München hat die Begrünung der Altstadt beschlossen, was nicht nur für mehr Schatten sorgt, sondern auch das Stadtbild aufwertet. In der Fußgängerzone sollen insgesamt 150 neue Baumstandorte geschaffen werden, und die Umsetzung erfolgt schrittweise durch das Baureferat. Die Finanzierung des Projekts wird durch Spendengelder aus der Aktion „Schatten Spenden“ sowie durch Rückführungen von Fördermitteln gesichert. Rund 170.000 Euro aus Spenden fließen in dieses ambitionierte Vorhaben, während die KfW-Förderbank und die Regierung von Oberbayern zusätzlich Fördergelder in Aussicht gestellt haben. Die Gesamtkosten pro Baumstandort beinhalten Straßenbauarbeiten, Schutzmaßnahmen, Wurzelschutz, die Beschaffung großer Bäume, die Pflanzung selbst und eine fünfjährige Entwicklungspflege.

Die ersten Pflanzungen sind für den Herbst 2026 in der Sendlinger Straße geplant. Dabei wird auch eine Neugestaltung des Blindenleitsystems umgesetzt, um die barrierefreie Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden auch neue Unterflur-Abfallbehälter getestet. Diese Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten, wie der Feuerwehr und den Versorgungsträgern, und benötigen die Zustimmung des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel sowie weiterer Behörden. Weitere Details zu diesem Projekt finden Sie in einem Artikel von tz.de.

Der Weg zur Begrünung

Die Grünen haben die Pflanzung von über 150 neuen Bäumen in der Münchner Fußgängerzone und den umliegenden Straßen angekündigt. Während der Bauausschuss des Stadtrats die „Begrünung Fußgängerzone“ auf die Tagesordnung setzte, beantragte die SPD eine Vertagung der Entscheidung. Die Grünen stimmten dieser Vertagung zu, ohne Widerstand zu leisten. ÖDP-Fraktionschef Tobias Ruff betonte, dass die Bürger vor der Kommunalwahl Klarheit über die Entscheidungen haben möchten.

Das Baureferat schätzt, dass die Begrünung komplizierter und teurer wird als ursprünglich gedacht. Die Pflanzkosten könnten bis zu 100.000 Euro pro Baum betragen. Prognosen zufolge könnten die Höchsttemperaturen in München in den nächsten Jahrzehnten um bis zu neun Grad steigen, was die Notwendigkeit von mehr Bäumen in urbanen Gebieten umso dringlicher macht. Bis zu 108 Sommertage könnten in den 2080er-Jahren erwartet werden. Das Baureferat hat bereits 125 geeignete Plätze in der Fußgängerzone und 41 in angrenzenden Straßen identifiziert, wobei die Denkmalschutzbehörden ihren Widerstand gegen zusätzliche Bäume weitgehend aufgegeben haben. Auch weitere Informationen zu diesem Thema können Sie in einem Artikel von sueddeutsche.de nachlesen.

Ein ganzheitliches Konzept

Die Bäume werden in vier Kategorien eingeteilt, wobei die Pflanzungen der ersten Kategorie im Herbst beginnen sollen. Die ersten 24 Bäume werden voraussichtlich Kosten von 1,8 bis 2,3 Millionen Euro verursachen, was einem durchschnittlichen Preis von 75.000 bis 95.000 Euro pro Baum entspricht. Pflanzungen der Kategorie 2 sind für 2028/29 in der Neuhauser, Kaufinger- und Augustinerstraße geplant. Die 27 Bäume der Kategorie 3 haben noch keinen festgelegten Zeitpunkt, da umfangreiche Konflikte mit Leitungen und Freischankflächen bestehen. Die 103 Bäume der Kategorie 4 sind abhängig von verschiedenen Baumaßnahmen, wie dem zweiten S-Bahntunnel und der Generalsanierung des Stadtmuseums.

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Das Baureferat plant, schrittweise vorzugehen, um früher einen positiven Mikroklima-Effekt zu erzielen. Die CSU hat angekündigt, über strittige Standorte zu sprechen, wenn Anliegerinteressen betroffen sind. Zudem sind neue Abfallbehälter in der Sendlinger Straße geplant, die unterirdisch Müll aufnehmen sollen. Diese sollen die Anzahl der täglichen Leerungen reduzieren und sind wirtschaftlich nur sinnvoll, wenn sie in angemessener Stückzahl installiert werden. Der Start mit zwei bis vier tiefgelegten Mülleimern in der Sendlinger Straße ist vorgesehen.

Insgesamt zeigt dieses Projekt, wie wichtig Begrünung in urbanen Räumen ist, nicht nur für das Stadtbild, sondern auch für das Klima. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Altstadt in den kommenden Jahren verändern wird und welche positiven Effekte die neuen Bäume auf das Mikroklima haben werden. Das Thema Begrünung ist somit nicht nur lokal von Bedeutung, sondern auch Teil eines größeren Trends hin zu umweltfreundlicheren Städten.