Am 2. März 2026 fanden im Großen Sitzungssaal des Münchner Rathauses die U18-Wahlen statt, an denen über 50 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Diese Wahlen bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit dem politischen System auseinanderzusetzen und ihre Stimme zu erheben. Viele der Teilnehmer füllten zum ersten Mal einen Wahlzettel aus und lernten den Ablauf einer Kommunalwahl kennen. Diese Erfahrung ist nicht nur lehrreich, sondern auch ein wichtiger Schritt zur politischen Bildung der Jugend.
Die jungen Wähler äußerten dabei zahlreiche Wünsche zur Stadtentwicklung und zur Olympiabewerbung. Ein zentrales Thema war die Mobilität in der Stadt, gefolgt von Klimaschutz und Freizeitangeboten. Die Teilnehmer forderten sichere Räume, mehr Mitbestimmung und niedrigschwellige Beteiligungsformate. Auch die Münchner Olympia-Bewerbung wurde intensiv diskutiert. Die Rückmeldungen waren vielfältig: Die Jugendlichen wünschten sich friedliche und faire Spiele, eine schöne Eröffnungsfeier, Geschwistertage sowie bezahlbare Eintrittspreise. Gleichzeitig äußerten sie Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Stadt, wie hohe Mieten, den Bedarf an Sportstätten und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Die Ergebnisse der U18-Wahl sind online abrufbar und können auf tz.de eingesehen werden.
Mitbestimmung durch Workshops
Ein weiterer wichtiger Termin steht bevor: Am 21. März 2026 können junge Menschen ihre Meinungen zur Olympiabewerbung in Workshops einbringen. Diese finden in der Business-Area der Olympiahalle statt und werden vom Kinder- und Jugendrat, der Münchner Sportjugend, der Bayerischen Sportjugend sowie der Olympiapark GmbH organisiert. Solche Formate bieten den Jugendlichen die Chance, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken und ihre Stimmen in die Entscheidungsprozesse einzubringen.
Ein bundesweites Engagement
Die U18-Wahlen in München sind Teil eines bundesweiten Projekts, das vom Bundesjugendring organisiert wird. Diese Wahlen finden anlässlich von Europa- und Bundestagswahlen statt und haben das Ziel, jungen Menschen Mut zu machen, Politik mitzubestimmen. Die Wahl steht allen jungen Menschen in Deutschland offen und ist ein bedeutender Bestandteil eines Demokratieprojekts, das politische Bildung fördern soll. Vor der U18-Wahl gibt es Rahmenprogramme mit verschiedenen Angeboten zur politischen Jugendbildung. Die Wahllokale werden überwiegend ehrenamtlich von Jugendlichen, Jugendgruppen und -initiativen organisiert. Weitere Informationen zu diesem engagierten Projekt finden Sie auf der Webseite der U18-Wahl München.
Insgesamt zeigt die U18-Wahl, dass die Stimme der Jugend zählt und dass es wichtig ist, ihnen eine Plattform zu bieten, um ihre Meinungen und Wünsche zu äußern. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft fortgeführt werden, um die politische Teilhabe und das Bewusstsein junger Menschen weiter zu fördern.