In München, genauer gesagt in der Forstenrieder Allee 256, steht eine Tennisanlage, die derzeit brachliegt. Die Situation ist angespannt, denn vier Tennislehrer, darunter Marc Michael, haben großes Interesse daran, die Anlage wieder zum Leben zu erwecken. Der Grund für die Untätigkeit ist die Kündigung des ehemaligen Pächters Willi Zitz, der die Pacht aufgegeben hat, da die Stadt München für 2028 den Bau einer Realschule auf dem Gelände plant. Bis die Bauarbeiten beginnen, kann die Tennisanlage weiterhin genutzt werden, doch wann genau diese Arbeiten starten werden, ist unklar.

Marc Michael ist sichtlich frustriert: „Normalerweise würden wir jetzt Hochbetrieb haben, aber ich erhalte keine Antwort von der Stadt bezüglich der Pachtübernahme.“ Eigentlich hätte bis Februar Klarheit über die zukünftige Nutzung der Anlage herrschen sollen, doch nun ist bereits März und die Tennisplätze bleiben ungenutzt. Die Anlage war ein beliebter Treffpunkt für Schulklassen, Jugendliche und ältere Anwohner. Die Diskussion über den Bau der Realschule auf dem Gelände ist noch im Gange, während das Kommunalreferat der Stadt München momentan prüft, wie mit der Fläche weiter verfahren werden soll. Eine mögliche Verpachtung könnte im Rahmen einer Ausschreibung erfolgen, die noch aussteht (Quelle).

Geplante Neubauten in Forstenried

Die Pläne für die Neubauten im Bereich Forstenrieder Allee sind bereits in vollem Gange. Geplant ist eine fünfzügige Realschule, die ganztagsgerecht konzipiert wird. Diese wird mit fünf Lernhäusern für etwa 1.020 Schüler*innen sowie Lehrkräften und Erziehungspersonal ausgestattet. Weiterhin ist eine dreifach Sporthalle vorgesehen, die auch außerhalb der Schulzeiten für den Breitensport und die öffentliche Nutzung zur Verfügung stehen soll. Zusätzlich wird ein Haus für Kinder mit zwei Gruppen für Kinderkrippe und Kindergarten eingerichtet, insgesamt für 74 Kinder. Auch Pausenhof- und Freisportflächen werden in die Planung einbezogen (Quelle).

Die Zukunft der Tennisanlagen

Während die Pläne für die Realschule voranschreiten, bleibt die Frage, was mit der Tennisanlage geschehen wird. Die Stadt München ist aktuell dabei, die Optionen für die Nutzung der Fläche zu prüfen. Dies könnte auch die Möglichkeit einer Ausschreibung zur Verpachtung der Tennisplätze beinhalten. In München gibt es derzeit auch andere Projekte, die den Tennisbereich betreffen, wie die Ertüchtigung der Tennisanlagen beim MTTC Iphitos e.V. Diese Arbeiten sind Teil einer größeren Initiative zur Aufwertung von Sportanlagen in der Stadt, die auch mit der Ausrichtung von ATP-Turnieren zusammenhängt. Diese Entwicklungen könnten potenziell Einfluss auf die lokale Sportlandschaft haben (Quelle).

Die Zeit drängt für Marc Michael und die anderen Tennislehrer. Ohne eine klare Antwort von der Stadt könnte die Tennisanlage, die für viele ein wichtiger Teil des Gemeinschaftslebens war, endgültig verloren gehen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft des beliebten Treffpunkts zu stellen.