Im Münchener Stadtteil Thalkirchen forschen Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Ganztagsbildung an der Baierbrunner Straße über ein aktuelles und bedeutsames Thema: Künstliche Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Daniela Brandner und BR-Mediencoach Janina Böhm setzen sich die Dritt- und Viertklässler intensiv mit dem enorme Energieverbrauch auseinander, der mit der Nutzung von KI-Systemen einhergeht. Es steht fest: Der Strombedarf für Rechenzentren, die KI unterstützen, wird in den kommenden Jahren weiter steigen.
Wie br.de berichtet, forschen die Schüler in ihrem Projekt, wie man den Energieverbrauch der KI optimieren kann. Während ihre Recherchen voranschreiten, wird klar, dass die große Menge an Strom, die für den Betrieb von Rechenzentren benötigt wird, nicht ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Vor allem in Europa könnte der Energieverbrauch von KI-Anwendungen bis 2030 auf über 150 Terawattstunden ansteigen, was fast einer Verdopplung des aktuellen Verbrauchs entspricht, so tagesschau.de.
Energieverbrauch im Fokus
Im Moment stammen noch rund 32,5 Prozent des Energiemixes in der EU aus fossilen Brennstoffen. Diese Abhängigkeit könnte, wenn nicht bald umgeschwenkt wird, den Klimawandel weiter beschleunigen. Auch die jüngsten Zahlen von Google, die einen Anstieg der Treibhausgasemissionen um 13 Prozent im letzten Jahr zeigen, sind alarmierend. Der Großteil dieses Anstiegs ist auf den höheren Energieverbrauch von Rechenzentren zurückzuführen. Google hat auch angekündigt, künftig kleine modulare Atomreaktoren zur Deckung seines Energiebedarfs zu nutzen, was für viele sicher ein kontroverses Thema bleibt.
Die Schüler in Thalkirchen haben also alle Hände voll zu tun. Ihr Ziel ist es, Lösungen zu erarbeiten, um den Energieverbrauch durch KI-anwendbare Technologien zu reduzieren und daraus mögliche Verbesserungen für die Umwelt abzuleiten. Es ist ein Thema, das nicht nur für die Schule wichtig ist, sondern auch weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen hat. Künstliche Intelligenz ist schließlich bereits in vielen Lebensbereichen angekommen, sei es bei der Übersetzung von Texten oder in Internetsuchen.
Investitionen in die Zukunft
Das Bewusstsein für den hohen Energiebedarf wird zunehmend gestärkt. Der steigende Genuss von Technologien, die ML-Modelle (Maschinenlernen) verwenden, verlangt nach einem klaren Plan. Sollte keine Wende in der Stromversorgung stattfinden, könnte die Nutzung von KI sowohl in privaten als auch in professionellen Umfeldern zu einer deutlich erhöhten CO2-Belastung führen. Die Tech-Giganten Amazon und Microsoft erkennen ebenfalls die Notwendigkeit, sauberen Strom zu generieren, und investieren in nachhaltige Energieformen, darunter auch Kernenergie.
Die Einsicht und das Engagement der Schüler in Thalkirchen sind Schritte in die richtige Richtung. Sie zeigen, dass auch junge Menschen ein Bewusstsein für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters entwickeln und aktiv an Lösungen beitragen können. Indem sie die Umweltauswirkungen von KI untersuchen, tragen sie maßgeblich zur Diskussion um Energieverbrauch und Nachhaltigkeit bei und helfen, den Weg in eine grünere Zukunft zu ebnen.





