In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, am 17. April 2026, brach ein Maschinenbrand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in der Schinnererstraße in München-Solln aus. Um 4:42 Uhr meldete die automatisierte Brandmeldeanlage den Vorfall an die Integrierte Leitstelle, die umgehend die Feuerwehr alarmierte. Dank der aktivierten CO2-Löschanlage konnte Schlimmeres verhindert werden, denn sie verhinderte die Entstehung eines Großbrands, wie mymuenchen.de berichtet.
Die Feuerwehr München traf schnell am Einsatzort ein und stellte eine erhebliche Rauchentwicklung sowie einen leichten Flammenschein fest. In Absprache mit dem Betriebsleiter wurde ein Hohlstrahlrohr eingesetzt, um die verbliebenen Flammen zu bekämpfen. Hierzu kamen mehrere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Die Feuerwehr führte zudem umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durch, um die schädlichen Rauchgase, einschließlich Kohlenstoffdioxid, aus dem Betrieb zu entfernen. Dies erforderte den Einsatz von sieben Atemschutzgeräten, drei Hochleistungslüftern und speziellen Messgeräten zur Kontrolle des CO2-Gehalts in der Luft. Der Gesamteinsatz dauerte rund drei Stunden und wurde erfolgreich abgeschlossen, ohne dass Mitarbeiter oder Anwohner gefährdet wurden.
Schaden und Ermittlungen
Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf zwischen 100.000 und 500.000 Euro. So beschreibt es auch tz.de. Das Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Derzeit liegen noch keine Informationen dazu vor.
Brandrisiken in der Industrie
Maschinenbrände, wie in Solln, sind kein Einzelfall. Eine aktuelle Statistik des Bundesverbandes Technischer Brandschutz e.V. (bvfa) zeigt, dass die höchsten Brandrisiken häufig in der metallverarbeitenden Branche und bei EDV-Anlagen auftreten. Bei Rechenzentren beispielsweise müssen große Wärmemengen abgeleitet werden, was ein hohes Brandrisiko birgt. Die häufigsten Brandursachen sind Werkzeugmaschinen und elektrische Schaltanlagen, die 27 Prozent und 14 Prozent der gemeldeten Brände ausmachen. In der Regel lösen fest installierte Löschanlagen das Feuer sogar automatisch aus – in 98 Prozent der Fälle. Diese Statistiken geben einen wichtigen Einblick in die Herausforderungen des Brandschutzes in technischen Betrieben, die gerne als ‚Hochrisikobranche‘ bezeichnet werden.
Die Koordination zwischen den Löschanlagen und den Eingreifkräften hat sich in diesem Fall erneut bewährt, und die schnelle Reaktion der Feuerwehr konnte ein möglicherweise schlimmes Szenario verhindern. Veranstaltungen zur Feuerwehrprävention und regelmäßige Schulungen in Betrieben sind daher unerlässlich, um die Sicherheit der Mitarbeiter weiterhin zu gewährleisten.