Die Vorfreude in München ist groß: Ministerpräsident Markus Söder hat bestätigt, dass der Tierpark Hellabrunn bald ein Pärchen Riesenpandas aus China begrüßen darf. Diese aufregende Nachricht wurde in einer Mitteilung veröffentlicht und bringt nicht nur das Herz von Tierliebhabern zum Schmelzen, sondern wird auch viele Kinder in der bayerischen Landeshauptstadt erfreuen. Die Pandas sollen spätestens 2028 im Münchner Tierpark einziehen, nachdem ein neues Gehege für sie gebaut wird. Die Baukosten belaufen sich auf knapp 18 Millionen Euro, die vollständig vom Freistaat Bayern getragen werden. Für die Leihgabe der Pandas wird eine jährliche Gebühr zwischen 500.000 Euro und einer Million Euro fällig. Das Pandapaar wird voraussichtlich mindestens zehn Jahre in Hellabrunn bleiben. Damit wird München nach Berlin der zweite Tierpark in Deutschland, der diese bedrohte Tierart beherbergt.Quelle

Die Riesenpandas sind nicht nur wegen ihres süßen Aussehens beliebt, sondern auch aufgrund ihrer gefährdeten Art. Pro Wildlife hat jedoch Bedenken geäußert, dass die hohen Leihgebühren und die Baukosten eher ein finanzielles und politisches Geschäft darstellen als einen wirklichen Beitrag zum Artenschutz. Riesenpandas gelten in der freien Wildbahn als gefährdet, und weltweit leben nur etwa 60 Pandas in Zoos außerhalb Chinas. Diese Tiere sind eine Leihgabe der Volksrepublik China, die seit über 50 Jahren Pandas ins Ausland verleiht, jedoch das Eigentum an eventuellem Nachwuchs behält. Während eines Besuchs in China erhielt Söder sogar Plüsch-Pandas geschenkt und zeigte sich begeistert von den Tieren.Quelle

Ein neues Zuhause für die Pandas

Die neue Panda-Anlage im Tierpark Hellabrunn wird auf etwa 5.000 Quadratmetern entstehen und umfasst großzügige Außen- und Innengehege, die den Bedürfnissen der Pandas gerecht werden. Hierzu zählen auch Bambus- und Wasserflächen sowie Rückzugsräume. Der Bau der Anlage ist Teil eines internationalen Artenschutzprogramms, das in Zusammenarbeit mit dem „China Conservation and Research Center for the Giant Panda“ (CCRCGP) in Chengdu durchgeführt wird. Ziel des Programms ist es, globale Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen und gleichzeitig Umweltbildung und Forschung zu fördern.Quelle

Der Transport der Pandas erfolgt unter höchsten veterinärmedizinischen und tierschutzrechtlichen Standards, begleitet von erfahrenen Tierärzten und Pflegern aus Chengdu. Zudem wird das Betreuungsteam mit chinesischen Experten geschult, um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Die neue Anlage soll ein modernes Aushängeschild für nachhaltige Tierhaltung und Umweltbildung in Bayern werden und wird Münchens Profil als internationale Stadt der Wissenschaft und Kultur weiter stärken.

Ein Blick in die Zukunft

Die Haltung der Riesenpandas in Hellabrunn ist nicht nur ein neuer touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung über den Artenschutz. Während der Bauphase plant der Tierpark, die Öffentlichkeit durch Informationsangebote und Transparenzberichte einzubinden. Die Zucht der Pandas wird Teil eines langfristigen Erhaltungsprogramms sein, wobei Nachkommen nach China zurückkehren sollen. Riesenpandas ernähren sich zu 99 % von Bambus und verbringen täglich 10 bis 16 Stunden mit Fressen. Ein ausgewachsener Panda wiegt zwischen 70 und 160 kg und hat eine Länge von 120 bis 150 cm.Quelle