Heute, am 1. März 2026, hat in München ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr begonnen, der seit den frühen Morgenstunden andauert und voraussichtlich zwei Tage dauern wird. Ausgerufen von der Gewerkschaft Verdi, betrifft dieser Streik nicht nur die bayerische Landeshauptstadt, sondern zieht auch in 12 weitere Städte wie Nürnberg, Augsburg und Regensburg seine Bahnen. Wie die tz berichtet, fahren die U-Bahnlinien U3, U6, U2 und U5 nur abschnittsweise, beispielsweise die U3 zwischen Fürstenried West und Olympiazentrum.
Busse sind auf allen Linien unterwegs, jedoch unregelmäßig und in größeren Abständen. Die Tramlinie 20 verkehrt im 10-Minuten-Takt, während die Linie 25 im 20-Minuten-Takt fährt. Auf bestimmten Buslinien wie X30, X35, X36, X80 und weiteren ist mit Fahrten alle 20 bis 30 Minuten zu rechnen. Einige Linien sind sogar nur alle 40 Minuten oder stündlich unterwegs. Die S-Bahn München und Regionalbusse bleiben von dem Streik unberührt, was für viele Pendler eine Erleichterung darstellt.
Details zu den Streikmaßnahmen
Der Streik wurde um 3.30 Uhr in Gang gesetzt und hat dazu geführt, dass die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) weitgehend stillsteht. Laut Süddeutscher Zeitung ist etwa die Hälfte der normalerweise fahrenden Fahrzeuge im Einsatz, wobei alle Linien bedient werden, jedoch stark eingeschränkt. Die MVG warnt zudem vor längeren Wartezeiten und einer hohen Auslastung in den Fahrzeugen. Daher wird empfohlen, alternative Verkehrsmittel zu nutzen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder im Homeoffice zu arbeiten.
Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnsteigerung von 668,75 Euro pro Monat sowie eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und höhere Zuschläge, insbesondere für Wochenendschichten. Arbeitgeber hingegen bezeichnen diese Forderungen als „realitätsfern“ und verweisen auf finanzielle Engpässe der Kommunen. Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht eine Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor.
Einblick in die Situation im gesamten Bundesgebiet
Der Arbeitskampf von Verdi hat auch in anderen Teilen Deutschlands, wie in Bayern, Brandenburg und dem Saarland, für Aufsehen gesorgt. Wie die Tagesschau berichtet, blieben in vielen Städten Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in den Depots, was Millionen Menschen dazu zwingt, alternative Transportmittel zu suchen. In Niedersachsen und Baden-Württemberg wird derzeit nicht gestreikt, jedoch könnte die Situation dort am Montag neu bewertet werden.
Die Streikmaßnahmen werden in vielen Regionen am Samstag fortgesetzt, und Verdi warnt vor einer möglichen Eskalation, sollte es nicht zu verhandlungsfähigen Angeboten von Seiten der Arbeitgeber kommen. In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in München und den anderen betroffenen Städten weiterentwickelt.