Im Herzen von München, genauer gesagt im Stadtbezirk Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, stehen die Vorbereitungen für die Bezirksausschusswahl 2026 an. Am Sonntag, dem 8. März 2026, haben die Bürger die Möglichkeit, aus einem breiten Spektrum an politischen Vertretern zu wählen. Insgesamt werden 41 Sitze im Bezirksausschuss vergeben, was ein Wachstum im Vergleich zur vorherigen Wahl im Jahr 2020 darstellt, als lediglich 37 Sitze zur Verfügung standen. Damit wird Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln nach Ramersdorf-Perlach der zweitgrößte Bezirksausschuss der Stadt sein, der nun 41 Mitglieder zählt.
Wie die tz berichtet, hat der Stadtbezirk, der rund 103.717 Einwohner zählt (Stand: 31. Dezember 2024), einen der längsten Namen in ganz München mit seinen 54 Zeichen. Ein spannendes Rennen um die Sitze wartet auf die Wähler, da sieben Parteien und Wählergruppen antreten: die CSU, Freie Wähler, AfD, Grüne, SPD, FDP und die Linke, die zum ersten Mal auf dem Stimmzettel steht. Die Freien Wähler treten diesmal allein an, nachdem sie 2020 gemeinsam mit der ÖDP angetreten sind.
Wachstum und Herausforderungen
Der Bezirk ist nicht nur von einer intensiven politischen Auseinandersetzung geprägt, sondern auch von einem bemerkenswerten Bevölkerungswachstum. Dies geht einher mit verschiedenen Neubaumaßnahmen und Nachverdichtungen, was die Stadt München in ihrem letzten Bericht aufgreift. Die Mitglieder des Bezirksausschusses werden eine zentrale Rolle dabei spielen, dieses Wachstum konstruktiv und kritisch zu begleiten und die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zu fordern.
Insbesondere stehen die Notwendigkeiten für Schulen, den öffentlichen Nahverkehr und den Neubau des Stäblibads im Fokus. „Wir haben hier Bedarf“, merkte Dr. Ludwig Weidinger, der Vorsitzende des Bezirksausschusses, an. Der Bezirksausschuss wird daher weiterhin die Interessen der Bürger gegenüber der Verwaltung und dem Stadtrat vertreten. Anliegen der Bürger können jederzeit per E-Mail an ba19@muenchen.de gerichtet werden.
Blick auf die vergangene Wahl
Wirft man einen Blick auf die Ergebnisse der Wahl 2020, so war dies ein spannendes Rennen. Die Grünen waren damals die stärkste Partei mit 32 Prozent und holten sich 12 Sitze. Die CSU folgte knapp dahinter mit 30,6 Prozent und 11 Sitzen. Die SPD konnte 21,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und damit 8 Sitze erringen. Die anderen Gruppen schafften kleinere Anteile: die Freien Wähler/ÖDP kamen auf 6,6 Prozent (2 Sitze), die AfD auf 5 Prozent (2 Sitze) und die FDP auf 4,6 Prozent (2 Sitze).
Mit dem bevorstehenden Wahltermin und einer sich wandelnenden politischen Landschaft wird es spannend zu sehen, wie sich die Stimmung im Bezirk entwickelt und welche Themen den Wählerinnen und Wählern am Herzen liegen. In jedem Fall: Die Entscheidung am 8. März kann einen neuen Wind im Bezirksausschuss wehen lassen.