Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Heute ist der 30.03.2026 und die Diskussion um die Schanigärten in München, insbesondere in den beliebten Vierteln Maxvorstadt und Univiertel, bleibt aktuell und brisant. Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass der Schanigarten an der Amalienstraße nur bis 22 Uhr betrieben werden darf. Ab dieser Uhrzeit müssen die 44 Plätze auf dem Gehweg auf zehn reduziert werden. Diese Regelung könnte zu empfindlichen Umsatzeinbußen für die Betreiber führen, was in der Gastronomie auf wenig Gegenliebe stößt. Auch die Anwohner haben ihre Bedenken geäußert; es gibt die Gefahr weiterer Klagen, die auch den Schanigarten an der Schellingstraße betreffen könnten. Ein Lichtblick: Eine ähnliche Klage gegen den Schanigarten in der Amalienstraße wurde bereits abgewiesen. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in fünf Fällen den Betrieb von Schanigärten nach 22 Uhr untersagt hat.

Besonders das Wirtshaus Atzinger hat seine Entscheidung, bis 22 Uhr zu öffnen, bereut, nachdem Beschwerden von Anwohnern laut wurden. Klagen gegen die Nutzung von Freischankflächen nach 22 Uhr sind für andere Lokale noch anhängig. Das KVR plant, die Situation in den ersten warmen Wochen des Jahres genau zu beobachten, da bereits vor der Schanigartensaison Lärmbeschwerden auftraten. In München gibt es insgesamt etwa 600 Schanigärten, die meisten davon in den Stadtteilen Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Maxvorstadt. Der kommissarische Oberbürgermeister Dominik Krause betont die Bedeutung der Schanigärten für das Stadtbild. In der Pestalozzistraße gibt es jedoch auch positive Rückmeldungen von Anwohnern, die den Betrieb der Schanigärten schätzen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Forderungen nach strengeren Regeln

Der Bezirksausschuss Maxvorstadt fordert nun strengere Konsequenzen für Gastronomen, die die Regelungen für Freischankflächen missachten. Schanigärten sind in der Maxvorstadt und im Univiertel weit verbreitet und wurden während der Corona-Pandemie eingeführt. In den letzten Monaten haben Beschwerden über Verstöße gegen Sperrzeiten und Sitzplatzauflagen zugenommen. Der Bezirksausschuss hat beschlossen, die Stadt aufzufordern, bei groben Verstößen die Genehmigung für das folgende Jahr nicht zu erteilen.

In-article Werbung
In-article Werbung

BA-Mitglied Felix Lang (SPD) spricht von „schwarzen Schafen“ unter den Gastronomen, die das Viertel in Verruf bringen. So berichtet BA-Mitglied Georg Fleischer (SPD) von einem Gastronom, der mehr als doppelt so viele Sitzplätze wie erlaubt aufstellt. Zudem hat die Lärmbelästigung nach 23 Uhr zugenommen, ohne dass bisher Maßnahmen ergriffen wurden. Der Bezirksausschuss hofft, dass die geforderten Maßnahmen die Situation für die Anwohner verbessern werden.

Neueröffnungen und Ausblick

Während die Diskussion um die bestehenden Schanigärten weitergeht, stehen auch Neueröffnungen an: Der Botanista Café Club plant seine Eröffnungsparty am 2. April und die Franzi Bar in der Maistraße wird ebenfalls im April eröffnet. Ein neuer Schanigarten in der Adalbertstraße befindet sich derzeit in der Genehmigung. Zudem dürfen Kioske im Univiertel weiterhin nach 22 Uhr Flaschenbier verkaufen, nachdem ein Verkaufsverbot vorübergehend ausgesetzt wurde. Das KVR wird nach dem Saisonstart entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Für die Münchner Gastronomie und die Anwohner bleibt die Situation spannend. Es wird sich zeigen, wie die Stadtverwaltung und die Gastronomen auf die Herausforderungen reagieren und ob ein harmonisches Miteinander möglich ist. Die Schanigärten sind ein wichtiger Teil des Münchner Lebensgefühls, und es bleibt zu hoffen, dass sowohl die Interessen der Gastronomie als auch die der Anwohner respektiert werden können. Weitere Informationen und Entwicklungen können auf den Seiten der Süddeutschen Zeitung und tz verfolgt werden.