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Der Frühling bringt nicht nur angenehmere Temperaturen, sondern auch die Schanigärten zurück in Münchens Stadtbild. Doch während die Betreiber sich auf die Gäste freuen, gibt es im Hintergrund gewaltigen Ärger, insbesondere im Univiertel und der Maxvorstadt. Anwohner und Politiker sind alarmiert und fordern strengere Regeln für die Freischankflächen, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurden und jetzt offenbar nicht mehr in geordnete Bahnen geführt werden können.

Aktuelle Entscheidungen des Verwaltungsgerichts haben massive Auswirkungen auf die Gastronomie im Stadtteil. Der Schanigarten an der Amalienstraße darf beispielsweise nur bis 22 Uhr betrieben werden; ab dieser Zeit muss die Zahl der verfügbaren Plätze auf zehn reduziert werden. Dies ist ein echter Hammer für die Anbieter, die nicht nur mit einem Umsatzrückgang rechnen müssen, sondern auch fürchten, dass weitere Klagen von Anwohnern eingereicht werden könnten. Beschwerden über Lärm und Verstöße gegen Ruhezeiten sind schon jetzt ein ständiges Thema, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

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Strengere Maßnahmen in der Diskussion

Der Druck auf die Gastronomen wächst. Der Bezirksausschuss Maxvorstadt hat sich die Missachtung von Auflagen bei Freischankflächen auf die Fahnen geschrieben. BA-Mitglied Felix Lang (SPD) macht deutlich, dass es „schwarze Schafe“ unter den Gastronomen gibt, die sich nicht an die Regeln halten und das Viertel in Verruf bringen. Zudem haben Beschwerden über Lärmbelästigung nach 23 Uhr zugenommen, ohne dass es bisher zu spürbaren Maßnahmen gekommen ist. Der Ausschuss hat daher beschlossen, die Stadt aufzufordern, bei groben Verstößen die Genehmigung für das folgende Jahr nicht zu erteilen, wie die tz berichtete.

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Die Situation könnte bald noch komplizierter werden, da das Kreisverwaltungsreferat (KVR) plant, die Geschehnisse in den ersten warmen Wochen zu beobachten und möglicherweise weitere Maßnahmen zu ergreifen. Auch wenn es positiv zu vermerken ist, dass es in der Pestalozzistraße erfreuliche Rückmeldungen zu Schanigärten gibt, bleibt die allgemeine Tendenz zu Beschwerden bestehen. Das Aufstellen von mehr als doppelt so vielen Sitzplätzen wie erlaubt wird den Gastronomen hier zum Verhängnis.

Neuigkeiten aus der Gastro-Szene

<pTrotz der angespannten Situation gibt es auch Lichtblicke in der Münchener Gastronomie. Der Botanista Café Club plant eine Eröffnungsparty am 2. April und auch die Franzi Bar in der Maistraße ist im April bereit, ihre Türen zu öffnen. Darüber hinaus ist ein neuer Schanigarten in der Adalbertstraße derzeit in Genehmigung. Die Kioske im Univiertel dürfen weiterhin nach 22 Uhr Flaschenbier verkaufen, nachdem ein Verkaufsverbot temporär ausgesetzt wurde.

Ob diese Maßnahmen helfen werden, die Gastronomie und die Anwohner in Einklang zu bringen, bleibt abzuwarten. Dominik Krause, der kommissarische Oberbürgermeister, unterstreicht jedoch die Bedeutung der Schanigärten für das Stadtbild. Das KVR wird nach dem Saisonstart entscheiden, ob und welche Lockerungen oder Schärfungen notwendig sind. Es bleibt also spannend im Herzen Münchens.