Die Stadt München sieht sich erneut mit einem herausfordernden Wohnungsbauprojekt konfrontiert. An der Tübinger Straße 9 in Sendling-Westpark, wo ursprünglich rund 100 Wohnungen über einem neuen Lidl-Markt entstehen sollten, gibt es nach mehrjähriger Planung und Verhandlung Rückschläge. Sowohl der Bezirk als auch die CSU-Fraktion zeigen sich enttäuscht über den aktuellen Stand des Projekts und fordern eine Fortsetzung der Verhandlungen.
Laut Merkur hat sich eine Kooperation zwischen Münchner Wohnen und Lidl als gescheitert erwiesen. Matthias Weber, Sprecher von Münchner Wohnen, gab bekannt, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts momentan nicht gewährleistet werden kann. Die ursprünglich für 2026 geplante Fertigstellung des übergeordneten Kooperationsvertrags rückt damit in weite Ferne.
Rückschlag für Wohnraum in München
Geplant war die Umgestaltung des Lidl-Grundstücks in Sendling-Westpark zu einem attraktiven Wohn- und Handelsstandort. Neben der neuen Lidl-Filiale sollten hier auch über 100 bezahlbare Wohnungen entstehen. Die Verhandlungen zwischen den Parteien, die seit Juli 2020 andauerten, sind nun in einer Sackgasse. Trotz dieser Entwicklungen setzen die Bezirksausschüsse und die CSU weiterhin auf Gespräche, um eventuell doch zu einer Einigung zu gelangen.
„Da liegt was an“, sagt der Bezirksausschuss Sendling-Westpark. Er möchte die Verantwortlichen an einen Tisch bringen, um die Zukunft des Projektes zu besprechen. Der Bezirk ist sich sicher, dass die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum eine dringende Notwendigkeit darstellt. Die Hoffnung auf eine mögliche Umsetzung in einem veränderten Rahmen bleibt bestehen, auch wenn das derzeitige Vorhaben nicht realisierbar ist.
Die nächsten Schritte
Die Münchner Stadtentwicklung steht weiterhin unter Druck. Schließlich sind trotz der Schwierigkeiten der Bedarf an Wohnraum und die geforderte Vielfalt an Wohnungsangeboten hoch. „Wir müssen ein gutes Händchen haben, um in dieser schwierigen Phase eine Lösung zu finden“, formuliert es ein Anwohner, der auf eine zügige Entwicklung hofft. Die Kanzlei von Münchner Wohnen und Lidl sind sich einig, dass das Projekt in der jetzigen Form nicht tragfähig ist, dennoch gab es die Zusage, die Gespräche in Zukunft fortzusetzen.
Für den Bezirk und die Bürger in Sendling-Westpark bleibt abzuwarten, ob es bald wieder Neuigkeiten zu berichten gibt. Die Zeit drängt, denn der Bedarf an Wohnraum in München wächst stetig – und die Suche nach Lösungen geht weiter.