In München tut sich etwas für junge Migränebetroffene: Die 22-jährige Mona Ehrat hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, die sich speziell an Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren richtet. Gemeinsam wollen sie den Herausforderungen begegnen, die mit chronischer Migräne einhergehen. Das erste Treffen der Gruppe findet am Samstag, den 21. März, um 10 Uhr im Selbsthilfezentrum in der Westendstraße 68 statt. Die Gruppe kooperiert mit der MigräneLiga e.V. und dem Selbsthilfezentrum München, um einen Raum für Austausch und Unterstützung zu schaffen.

Das Ziel dieser Selbsthilfegruppe ist es, sich gegenseitig kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Themen wie Studium, Job, Beziehungen, Stress, Trigger und Therapieoptionen stehen auf der Agenda. Die Treffen sind auf jeden dritten Samstag im Monat angesetzt, und eine Anmeldung ist unter JuMigraeneMuenchen@web.de erforderlich. Mona ist überzeugt, dass der Austausch mit Gleichgesinnten eine große Hilfe sein kann und hofft, dass viele junge Menschen ihr Angebot annehmen.

Ergänzende Möglichkeiten zur Unterstützung

Für all diejenigen, die nicht nur vor Ort in München, sondern auch online Unterstützung suchen, bietet die MigräneLiga zahlreiche Online-Selbsthilfegruppen an. Diese Gruppen sind bundesweit verteilt und ermöglichen es Betroffenen, sich über digitale Kanäle auszutauschen. So findet beispielsweise eine Online-Gruppe für junge Menschen jeden letzten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr statt, die ebenfalls von Lucia Baumann betreut wird.

Es gibt darüber hinaus verschiedene Gruppen, die sich an spezifische Zielgruppen richten, wie etwa die Online-SHG für Eltern von Migräne betroffenen Kindern oder die Online-SHG für Angehörige von Betroffenen. Diese Gruppen bieten eine wertvolle Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Tipps zur Bewältigung der Herausforderungen, die Migräne mit sich bringt.

Warum Selbsthilfegruppen so wichtig sind

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) betont die Bedeutung von Selbsthilfegruppen für Menschen, die unter Migräne und anderen Kopfschmerzformen leiden. Diese Gruppen helfen nicht nur dabei, die Erkrankung besser zu verstehen, sondern auch, die richtige Diagnose und Therapie zu finden. Oftmals ist es für Betroffene eine große Erleichterung, sich mit anderen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die DMKG bietet umfassende Informationen über Ursachen, Vorbeugung und Behandlungsmöglichkeiten von Kopfschmerzen und ist eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige.

In München und darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen. Egal, ob man an einer lokalen Selbsthilfegruppe teilnehmen möchte oder die Bequemlichkeit einer Online-Gruppe nutzt, die Hilfe ist nur einen Klick oder einen Anruf entfernt. Für viele Betroffene kann dies einen großen Unterschied in ihrem Alltag machen.