Im Herzen des Münchner Westends, genauer gesagt bei Holger Mack, wird eine wahre Legende lebendig: die „Weiler Primus“, eine LZ-Mechanikerdrehbank, die im Jahr 1970 das Licht der Welt erblickte. Diese besondere Maschine hat nicht nur in der Werkstatt von Mack ihren Platz gefunden, sondern auch im Deutschen Museum, wo Technikbegeisterte ihre Funktionen bestaunen können. Holger Mack, ein erfahrener Trompetenbauer, ist fünf Jahre älter als die Drehbank und hat in den letzten zwei Jahren begonnen, Trompetenmundstücke zu bearbeiten, zu tunen und zu designen. Obwohl diese Tätigkeit in Trompeterkreisen als nerdig gilt, ist sie für die Musizierenden unerlässlich. Mack ist stolz darauf, dass seine Kundschaft von berühmten Trompetern aus New York bis Sydney reicht und er behauptet, dass es keinen Trompeter gibt, der nicht zu ihm kommt (Quelle).

Die „Weiler Primus“ beeindruckt nicht nur durch ihre Geschichte, sondern auch durch ihre technischen Daten. Mit einer maximalen Schwinghöhe von 140 mm und einem Schwenkradius über die Betten von 280 mm bietet sie eine bemerkenswerte Vielseitigkeit für verschiedene Bearbeitungen. Der Spindelbohrdurchmesser von 43 mm und die Spindeldrehzahl von bis zu 5.000 U/min ermöglichen präzise und schnelle Arbeiten. Die Drehbank hat eine unendliche Geschwindigkeitsregelung und bietet eine Vielzahl von Vorschüben, die von 0,02 bis 0,63 mm pro Umdrehung reichen, was sie für verschiedene Anwendungen geeignet macht. Auch das Gewindeschneiden ist möglich, wobei metrische Gewinde von 0,25 bis 8 mm bearbeitet werden können (Quelle).

Ein Meister seines Fachs

Holger Mack hat sich über die Jahre einen Namen gemacht, der weit über die Grenzen Münchens hinaus bekannt ist. Seine Expertise im Bau und in der Feinabstimmung von Trompetenmundstücken ist einzigartig. Diese speziellen Mundstücke sind von entscheidender Bedeutung für die Klangqualität und Spielbarkeit der Trompete. In einer Welt, in der jeder Musiker seinen eigenen Klang und Stil entwickeln möchte, sind maßgefertigte Mundstücke von Holger Mack gefragter denn je.

Die „Weiler Primus“ ist nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein Symbol für Präzision und Handwerkskunst. Sie wird von Holger Mack genutzt, um seine Mundstücke in höchster Qualität zu fertigen. Die digitale Lesung auf einem 10-Zoll-Touchscreen sorgt für intuitive Bedienung und erleichtert die präzise Bearbeitung. Ein Power-Display und die Möglichkeit, die Schnittgeschwindigkeit konstant zu halten, sind nur einige der Funktionen, die diese Drehbank so besonders machen.

Technik trifft Tradition

Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und modernster Technik ist es, die Holger Macks Arbeit so besonders macht. Die „Weiler Primus“ und ihre beeindruckenden Spezifikationen sind das Rückgrat seiner Werkstatt. In einer Zeit, in der industrielle Fertigung oft den persönlichen Kontakt und die individuelle Anpassung ersetzt, setzt Mack auf Qualität und Präzision, die nur durch solch eine Maschine möglich sind. Sein Ansatz zur Mundstückgestaltung wird von den besten Trompetern weltweit geschätzt und hat dazu beigetragen, seinen Ruf als einer der besten Trompetenbauer der Welt zu festigen.

Die Verbindung von Handwerk und Technik ist in der heutigen Musikszene unerlässlich. Es ist nicht nur die Trompete selbst, die einen Musiker auszeichnet, sondern auch die Werkzeuge, die er verwendet. Holger Mack und die „Weiler Primus“ verkörpern diese Philosophie auf beeindruckende Weise und zeigen, dass Leidenschaft und Präzision Hand in Hand gehen können.