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Heute ist der 19.03.2026, und im Westend Münchens gibt es wieder einmal Grund zur Diskussion über die Zukunft des Forums Schwanthalerhöhe. Seit der Eröffnung des neuen Shoppingcenters im Jahr 2019 hat die Anlage Platz für 90 Mieter auf drei Ebenen geschaffen. Mit Geschäften wie dm, Hugendubel, Edeka, Lidl und H&M sowie verschiedenen Gastronomiebetrieben hätte man viel erwarten können. Doch die Realität sieht anders aus: Eine Studie des Immobilienberatungsunternehmens Ecostra zeigt, dass das Einkaufszentrum alles andere als erfolgreich ist. Das Forum belegt in einem Ranking von 237 Shoppingcentern in Deutschland den vorletzten Platz. Nur das Shoppingcenter Flair in Fürth hat eine noch schlechtere Bewertung.

Die Mieter des Forums stehen ebenfalls nicht gerade in Jubelstimmung. Mit einer Gesamtbewertung von 4,4 aus 48 Bewertungen sind die Rückmeldungen eher durchschnittlich. Geschäftsführer Joachim Will äußert, dass ein Nahversorgungszentrum am Standort sinnvoll wäre, aber ein großes Shoppingcenter nicht notwendig war. Die Lage des Centers, nicht direkt neben der U-Bahn, verringert die Attraktivität zusätzlich. Mietern zufolge sind die Erträge im Verhältnis zu den Standortkosten unzureichend, und die Kundenfrequenz bleibt hinter den Erwartungen zurück.

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Neupositionierung und Zukunftsperspektiven

Um dem negativen Trend entgegenzuwirken, plant der Eigentümer HBB eine umfassende Neupositionierung des Forums Schwanthalerhöhe. Geplante Veränderungen umfassen unter anderem Karaoke-Räume, Escape Rooms und ein erweitertes Freizeitangebot. Besonders interessant ist die große Erlebnis-Gastronomie mit dem Hot-Pot-Konzept ShooLoongKan, die im April eröffnet werden soll. Auf der Homepage des Forums werden auch Kinderaktionen wie Osterhasenbasteln und Kasperltheater beworben, um Familien anzuziehen.

Die Situation im Forum Schwanthalerhöhe ist jedoch nicht einzigartig. Eine Marktuntersuchung zur Performance von 400 Shoppingcentern in Deutschland, basierend auf einer Mieterbefragung, zeigt, dass viele Mieter mit ihren Umsätzen unzufrieden sind. Die Ergebnisse dieser Untersuchung, die in Kooperation mit der Immobilien Zeitung und der Textilwirtschaft durchgeführt wurde, beleuchten drängende Probleme wie steigende Mieten und sinkende Kundenfrequenzen. Einige Mieter fordern sogar eine stärkere Kopplung der Mieten an die erzielten Umsätze.

Die Herausforderungen für Shoppingcenter in Deutschland

Die drängendsten Probleme der Mieter sind nicht zu unterschätzen. Rund 40 Prozent der Mieter mussten ihre Ladenöffnungszeiten in den letzten zwölf Monaten nennenswert einschränken. Beliebteste Non-Food-Discounter sind Action, Woolworth und Takko, was auf eine Veränderung im Einkaufsverhalten hinweist. Die Umfrage zur Auswahl eines Non-Food-Discounters zeigt, dass Action klar die Nase vorn hat.

Insgesamt zeigt sich, dass die Shoppingcenter in Deutschland vor großen Herausforderungen stehen. Die Ergebnisse der Mieterumfragen und die geplanten Neuausrichtungen, wie im Forum Schwanthalerhöhe, sind Schritte in die richtige Richtung. Doch ob sie ausreichen, um die Mieterzufriedenheit und die Kundenfrequenz nachhaltig zu steigern, bleibt abzuwarten. Die Zukunft der Einkaufszentren hängt von der Fähigkeit ab, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und innovative Konzepte zu entwickeln.

Für all jene, die mehr über die Lage der Shoppingcenter in Deutschland erfahren möchten, sei auf den Shoppingcenter Performance Report 2025 verwiesen, der tiefere Einblicke in die Zufriedenheit der Mieter und die Herausforderungen bietet. Auch die Pressemitteilung zu den Umfrageergebnissen liefert wertvolle Informationen über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Branche.