Die Landsberger Straße in München sorgt aktuell für Aufregung und Diskussionen in der Stadt. Auf einem Online-Forum wurde ein Foto eines Abschnitts dieser Straße veröffentlicht, das nicht gerade einladend wirkt: Schotter auf Tramgleisen, ein grauer Himmel und zahlreiche parkende Autos. Nutzer „Melodic-Problem-9031“ stellte die provokante Frage: „Wie viel hässlicher geht’s eigentlich noch?“. Der Beitrag erhielt beeindruckende 651 Upvotes und 184 Kommentare (Stand: 3. März, 14:16 Uhr). Die Meinungen der Nutzer über die hässlichste Straße Münchens gehen weit auseinander. Während einige die Landsberger Straße ins Visier nehmen, nennen andere Straßen wie die Agnes-Bernauer Straße oder die Berg-am-Laim-Straße als potenzielle Kandidaten für diesen Titel.
Die Diskussion um die Verschönerung der Landsberger Straße ist bereits ein Thema im Bezirksausschuss gewesen. Im Juli 2019 wurde ein Antrag zur Umprofilierung des Abschnitts zwischen Grasserstraße und Trappentreustraße gestellt. Ziel war es, die maximale Anzahl von Bäumen zu pflanzen und die Radwege zu verbreitern. Die Stadt München hat im Juli 2023 mitgeteilt, dass die Umsetzung des Radentscheids in den nächsten Jahren erfolgen wird, allerdings wird die bauliche Umsetzung der Maßnahmen in der Landsberger Straße nicht vor 2025 angegangen. Insgesamt plant die Stadt, über 450 Kilometer Straße zu prüfen, zu planen und umzubauen. Für weiterführende Informationen zur Diskussion und den geplanten Maßnahmen siehe auch den Artikel auf tz.de.
Medizinischer Notfall und Verkehrsbehinderungen
Am Donnerstagabend kam es auf der Landsberger Straße zu einem medizinischen Notfall, der nicht nur die Polizei, sondern auch den Rettungsdienst auf den Plan rief. Gegen 17.15 Uhr entdeckte eine Polizeistreife des Unterstützungskommandos ein Auto, das auf den Fahrspuren stadteinwärts stand. Eine Frau rief laut um Hilfe am Fahrzeug. Der Fahrer, ein 78-jähriger Münchner, war regungs- und bewusstlos am Steuer. Die Polizisten zogen ihn aus dem Auto und begannen sofort mit der Reanimation auf der Straße. Der Mann zeigte zunächst Vitalzeichen, sein Zustand verschlechterte sich jedoch rasch wieder. Der Rettungsdienst der Feuerwehr und ein Notarzt trafen ein und übernahmen die Reanimation, wobei ein Defibrillator zum Einsatz kam. Letztlich wurde der Mann mit „eigenem Herzschlag“ ins Krankenhaus gebracht. Während des Einsatzes war die Landsberger Straße für etwa eine Stunde stadteinwärts gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Pasing und Laim führte. Weitere Details zu diesem Vorfall finden sich auf sueddeutsche.de.
Mobilitätsreferat und die Verkehrswende
Das Thema der Landsberger Straße fällt auch in den größeren Kontext der Verkehrswende in München, die durch das Mobilitätsreferat vorangetrieben wird. Seit seiner Gründung am 1. Januar 2021 unter der Leitung von Georg Dunkel ist es der zentrale Ansprechpartner für strategische Belange der Mobilität und Verkehrsplanung in der Stadt. Die Mobilitätsstrategie 2035, die im Sommer 2021 vom Stadtrat beschlossen wurde, hat das Ziel, die Erreichbarkeit innerhalb des Stadtgebiets zu sichern, flächeneffiziente und umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern sowie die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist dabei das Rückgrat des städtischen Verkehrs, und der Ausbau des ÖPNV erfolgt in Zusammenarbeit mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Die Notwendigkeit einer Neuaufteilung des öffentlichen Raums wird ebenfalls hervorgehoben, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden. Mehr Informationen zur Mobilitätsstrategie finden Sie auf muenchenunterwegs.de.