Alpen-Wirt schlägt Alarm: Preise explodieren – Boykott gefordert!

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Ein Hüttenwirt aus dem Allgäu kritisiert überteuerte Preise in den Alpen und fordert faire Preise für Gäste ab 2026.

Ein Hüttenwirt aus dem Allgäu kritisiert überteuerte Preise in den Alpen und fordert faire Preise für Gäste ab 2026.
Ein Hüttenwirt aus dem Allgäu kritisiert überteuerte Preise in den Alpen und fordert faire Preise für Gäste ab 2026.

Alpen-Wirt schlägt Alarm: Preise explodieren – Boykott gefordert!

In den bayerischen Alpen brodelt es. Ein Hüttenwirt aus dem Allgäu hat sich unlängst in einem viralen Instagram-Video über die exorbitanten Preise auf Berghütten beschwert und damit eine Welle der Empörung ausgelöst. Fast 500.000 Menschen haben das Video bereits angesehen und sich über die hohen Preise für einfache Snacks und Getränke echauffiert. Der Wirt, der sich selbst als seriös kalkulierenden Gastronomen beschreibt, listet in seinem Clip einige der unverschämtesten Beispiele auf: Ein einfaches Schmalzbrot kostet demnach stolze 14,90 Euro, und für Kaltgetränke werden schon mal über 5,90 Euro fällig. Bierpreisen von sechs bis sieben Euro kann man ebenfalls begegnen. Die tz berichtet, dass er in seiner eigenen Hütte deutlich fairere Preise anbietet, etwa für ein Spezi (0,5 L) nur 3,80 Euro, ein Bier für 4,50 Euro oder eine gemischte Brotzeit für 14,90 Euro.

Doch die Kritik endet nicht beim Allgäuer Wirt. Auch Tom Waibel, Gastronom der Fischerhütte Tannheim in Österreich, äußert in einem ähnlichen Tenor seine Bedenken. In einem Bericht bei Bild betont er, dass die Preise für Kaltgetränke, die häufig über 5,90 Euro liegen, sowie Bierpreise zwischen 6 und 7 Euro nicht gerechtfertigt sind. Auch Waibel kritisiert die oft beworbene Regionalität und Qualität, bei der in Wirklichkeit viele Hütten mit Tiefkühlware arbeiten, während für einfache Gerichte wie einen Kaiserschmarrn oder ein Schmalzbrot überhöhte Preise verlangt werden.

Die Solidarität der Wanderer

Die Nutzer auf Instagram unterstützen den Aufruf des Allgäuer Wirtes und berichten von ähnlichen Erfahrungen in anderen Regionen. Viele sind verärgert über die hohen Preise, etwa 24,50 Euro für einen kleinen Snack sind für zahlreiche Wanderer untragbar. Dies hat private Initiativen ins Leben gerufen, die Empfehlungen für Hütten mit fairen Preisen sammeln, um den Wanderern eine echte Alternative zu bieten.

Die Diskussion um die Preisgestaltung ist nicht nur bei den Gästen, sondern auch in der Gastronomie selbst ein heißes Thema. Waibel hebt hervor, dass die meisten Wirte in der Region seriös und um das Wohl der Gäste bemüht sind. Dennoch wird die Existenz von „schwarzen Schafen“ bedauert, die dem guten Ruf der Gastronomie schaden. Er fordert eine Rückkehr zu einer Preispolitik, welche die Qualität der regionalen Produkte widerspiegelt und faire Preise für alle anbietet.

Ein Aufruf zum Boykott

Beide Gastronomen sind sich einig in ihrem Aufruf, überteuerte Hütten zu boykottieren. Sie plädieren dafür, dass die Gastronomie in den Bergen von den Gästen einen fairen Preis erwartet, der auch die Lokalität und die Qualität widerspiegelt. Der Obmann des Fachverbands Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, Alois Rainer, verteidigt unterdessen die höheren Preise, da auch die einzigartige Aussicht und die idyllische Lage ihrer Meinung nach in die Preisgestaltung einfließen sollten. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Preisentwicklung in Zukunft gestalten wird und ob der Druck von Gästen und Wirten zusammen zu einer grundlegenden Veränderung führt.