München unter Druck: 4000 neue Wohnungen bis zur Kommunalwahl 2026!
Münchens Stadtrat plant 2026 über 4000 neue Wohnungen, um steigenden Wohnraumbedarf und geförderten Wohnungsbau zu decken.

München unter Druck: 4000 neue Wohnungen bis zur Kommunalwahl 2026!
Die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk hat große Pläne für den Wohnungsbau in der bayerischen Landeshauptstadt. Bis zur bevorstehenden Kommunalwahl Anfang März 2026 steht der Stadtrat vor allem im ersten Quartal vor der bedeutenden Herausforderung, einen Satzungsbeschluss für rund 4000 neue Wohnungen zu fassen. Der Neubau wird dabei als eine notwendige Maßnahme betrachtet, um der angespannten Wohnsituation in München entgegenzuwirken. Wie die Abendzeitung berichtet, wird neben der Schaffung neuer Wohnräume auch großer Wert auf soziale Infrastruktur gelegt.
Eines der größten und ambitioniertesten Projekte ist das Neubaugebiet in Freiham, das als das größte in Europa gilt und 2026 in die nächste Phase geht. Hier sollen auf einer Fläche von etwa 55 Hektar insgesamt 6200 Wohnungen entstehen, die Platz für rund 16.000 Menschen bieten werden. Auch für die Bildung wird gesorgt: Mindestens drei Schulen und mehr als sieben Kitas sind geplant.
Geplante Projekte im Überblick
Doch das ist längst nicht alles. Hier ist eine Übersicht über weitere vielversprechende Projekte, die den Wohnungsbau in München revolutionieren sollen:
- Freisinger Landstraße (Schwabing-Freimann):
- Satzungsbeschluss für rund 600 Wohnungen, darunter etwa 200 geförderte.
- Geplant sind auch Lebensmittel-Nahversorger, Gaststätten mit Freischankbereich und zwei Kindertagesstätten.
- Eine Dreifachsporthalle mit Fitnessbereich wird das Gesamtangebot abrunden.
- Oberwiesenfeld (Knorr-Bremse-Areal):
- Areal für Gewerbe und Büros mit rund 620 Wohnungen, darunter ca. 180 geförderte.
- Besondere Wohnungen sind für Studierende, Azubis und Senioren vorgesehen.
- Geplant ist zudem eine private Pflegeeinrichtung, und das höchste Gebäude wird 88 Meter hoch sein.
- Marienburger Straße (Bogenhausen):
- Neues Quartier mit 470 Wohnungen, dazu mehrere soziale Einrichtungen und Gewerbeflächen.
- Der Anschluss an die Bahnstrecke wird ausgebaut, während die Realisierung eines Tunnels noch ungewiss ist.
- Eggarten-Siedlung (Lerchenau):
- Im zweiten Quartal 2026 steht ein Billigungsbeschluss an, mit dem Ziel von 1900 neuen Wohnungen und etwa 500 Arbeitsplätzen.
- Tucherpark:
- Geplante Umwandlung eines ehemaligen Bürostandorts in rund 600 Wohnungen.
- Von Herbst 2026 an soll ein Billigungsbeschluss vorliegen.
- Eggenfeldener Straße (Bogenhausen):
- Umstrukturierung eines Gewerbegebiets, mit 350 neuen Wohnungen für 900 Bewohner.
- Soziale Einrichtungen und Grünflächen werden ebenfalls eingeplant, bis Ende 2026 soll der Billigungsbeschluss stehen.
Förderung im Fokus
Ein zentraler Aspekt der Münchner Wohnbauoffensive ist der geförderte Wohnungsbau. Früher wurde dieser häufig als unattraktiv für Investoren angesehen, doch die steigenden Baukosten haben das Blatt gewendet. Laut einem Bericht von Haufe, hat der Anteil geförderter Wohnungen an neuen Wohnprojekten von 23 % im Jahr 2023 auf 59 % im Jahr 2024 zugenommen. Diese Entwicklung sorgt für vermehrte Aufmerksamkeit bei institutionellen Investoren, die sich zunehmend auf die Möglichkeiten des geförderten Wohnbaus konzentrieren.
Ein weiterer Grund für diese Tendenzen ist das kommunale Förderprogramm, das der Münchner Stadtrat einführte, um die fehlenenden Gelder des Freistaats Bayern zu kompensieren. Wie die Mitbauzentrale erklärt, wurde dieses Programm am 29. Mai 2025 beschlossen und ist zunächst bis Ende 2026 befristet. Die Stadt plant erheblich in geförderte Wohnprojekte zu investieren, unter anderem durch eine Umverteilung von Geldern aus dem Handlungsprogramm „Wohnen in München VII“.
Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt wieder ein gutes Händchen hat, um dem drängenden Wohnraummangel in München entgegenzuwirken. Viele neue Wohnungen, ergänzt durch geeignete soziale Infrastruktur, versprechen eine Verbesserung der Lebensqualität und das Wohlbefinden der Münchner Bevölkerung.