Am Sonntag, den 8. März 2026, steht in München eine wichtige Wahl an: die Bezirksausschusswahl in Ramersdorf-Perlach. Dieser Stadtbezirk ist nicht nur der größte in der Landeshauptstadt, sondern auch ein bedeutendes Gremium mit 45 Sitzen, das in seiner Größe einem Gemeinde- oder Stadtrat einer Kommune mit bis zu 100.000 Einwohnern entspricht. In Bayern gibt es nur 17 Kommunen mit größeren oder gleich großen Stadträten. Die Wählerinnen und Wähler dürfen sich auf ein spannendes Rennen zwischen sechs Parteien und Wählergruppen freuen: CSU, Freie Wähler/ÖDP, AfD, Grüne, SPD und Linke. Die FDP, die 2020 noch antrat, wird dieses Mal nicht auf dem Stimmzettel stehen.[1]

Bei der letzten Wahl im Jahr 2020 konnte die CSU mit 31,7% der Stimmen und 14 Sitzen den ersten Platz belegen, gefolgt von den Grünen mit 28,8% und 13 Sitzen sowie der SPD mit 26,1% und 12 Sitzen. Die Freien Wähler/ÖDP kamen auf 7,1% (3 Sitze), die FDP auf 2,9% (1 Sitz), die Linke auf 2,1% (1 Sitz) und die AfD auf 1,3% (1 Sitz). Thomas Kauer von der CSU, der bereits von 2014 bis 2020 Vorsitzender war, führt die CSU auch in dieser Wahl. Die CSU betont, dass sie die Interessen der Bürger vertreten möchte und fordert Vertrauen zur Wahl.[2]

Herausforderungen und Stellungnahmen

Die letzten sechs Jahre unter der grün-roten Regierung wurden von vielen als negativ für München beschrieben. Die Haushaltslage der Stadt wird als katastrophal angesehen, und gleichzeitig gibt es zunehmende Konflikte im Alltag, insbesondere im Verkehr. Die Wohnungs- und Betreuungsnot hat sich weiter verschärft, und viele Bürger empfinden, dass die Belange des Stadtrands im Rathaus vernachlässigt werden. In diesem Kontext ist ein engagiertes Stadtteilparlament von großer Bedeutung, um die Interessen der über 120.000 Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach zu vertreten.[2]

Die CSU bittet die Wähler um Vertrauen und möchte zeigen, dass sie die Stimme der Bürger ist. Der Stadtbezirk wächst weiter und hat eine vielfältige Bevölkerung, was die Notwendigkeit eines starken und aktiven Bezirksausschusses unterstreicht, der sich für die Anliegen der Bürger einsetzt.

Wahlverfahren und Stimmabgabe

Die Kommunalwahlen in München umfassen die Wahlen von Stadtrat, Oberbürgermeister*in und Bezirksausschüssen. Für die Wahl des Bezirksausschusses gibt es einen speziellen weißen Stimmzettel, der den Wählern ausgehändigt wird, vorausgesetzt, sie sind mindestens zwei Monate mit Hauptwohnsitz im jeweiligen Stadtbezirk gemeldet. Auf den Stimmzetteln sind die Wahlvorschläge der Parteien und Wählergruppen sowie die Namen und Berufe der kandidierenden Personen in nummerierter Reihenfolge aufgeführt. Die Wähler haben zwischen 19 und 45 Stimmen zur Verfügung, abhängig von der Größe des Stadtbezirks, in diesem Fall also Ramersdorf-Perlach mit seinen 45 Sitzen.[3]

Die bevorstehenden Wahlen bieten also nicht nur eine Möglichkeit zur Mitbestimmung, sondern sind auch eine Gelegenheit für die Bürger, ihre Stimme in einem der wichtigsten Gremien der Stadt zu erheben. Am 8. März 2026 wird sich zeigen, welche Richtung der Bezirksausschuss einschlagen wird und wie die Bürger ihre Interessen vertreten sehen möchten.