Heute ist der 26.03.2026 und die Krötenwanderung hat auch in München ihre Spuren hinterlassen. Besonders in Karlsruhe, wo die Amphibien aktiv sind, hat sich das Straßenbild verändert. Die Straße „Im Weiherwald“ ist seit dem 25. März 2026, 19:10 Uhr, gesperrt, um wandernde Kröten zu schützen, die auf ihrem Weg zu den Laichgewässern sind. Leider überleben viele dieser kleinen Tiere die gefährliche Reise nicht, denn jährlich werden Tausende auf den Straßen überfahren. Das hat Naturschutzgruppen dazu bewogen, sich für den Schutz der Tiere einzusetzen, indem sie Krötenschutzzäune aufstellen und engagierte Helfer mobilisieren. Bürger können dabei aktiv mitwirken, ohne dass besondere Vorkenntnisse erforderlich sind. Die Saison der Krötenwanderung dauert in der Regel zwei bis drei Monate, wobei der Höhepunkt meist Mitte März erreicht wird. Wer sich näher informieren möchte, kann den Wissens-Kurs „Krötenzaun & Co. – Schutzeinrichtungen für Amphibien“ des NABU in Anspruch nehmen. Weitere Informationen über die Krötenwanderung finden Sie auch auf mein-muenchen.net.
Der Weg der Amphibien
Die Wanderung der Amphibien, zu denen neben Kröten auch Frösche und Molche gehören, findet jedes Jahr im Winter und Frühjahr statt. Die Tiere setzen sich in Bewegung, wenn die Temperaturen steigen und die Nächte feucht sind. Leider stellt der Straßenverkehr eine große Gefahr für diese Tiere dar, weshalb viele von ihnen die Reise nicht überstehen. Immer wieder werden sie überfahren, was die Notwendigkeit von Schutzzäunen unterstreicht. Naturschutzgruppen in Deutschland engagieren sich seit vielen Jahren aktiv im Amphibienschutz. Dazu gehört das Aufstellen von Fangzäunen, das Übertragen von Kröten über die Straße sowie das Anlegen von Ersatzlaichgewässern. Es werden immer wieder Helfer*innen gesucht, die sich an diesen Maßnahmen beteiligen möchten.
Wer helfen möchte, kann sich an lokale Naturschutzgruppen wenden oder auf den Websites des NABU nach Informationen suchen, wo Krötenzäune betreut werden. In einer Schutzzaundatenbank des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie sind Informationen zu über tausend Schutzzäunen sowie deren Kontaktadressen verzeichnet. Zusätzlich bietet der NABU eine interaktive Datenbank, in der Zaunstandorte selbständig eingegeben und aktualisiert werden können. Auch hier ist keine spezielle Ausbildung notwendig; jeder kann sich einbringen und etwas für den Schutz dieser bedrohten Arten tun. Mehr dazu gibt es auf nabu.de.
Verkehrsbehinderungen und Umleitungen
Die Krötenwanderung hat auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Region. In Stuttgart sind zahlreiche Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt, was zu längeren Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer führt. So ist die Böblinger Straße seit dem 15. September 2025 bis zum 15. Mai 2026 gesperrt, und die Haldenstraße bleibt bis zum 31. Juli 2026 geschlossen. Auch in der Pragstraße und Hallstraße gibt es seit November 2025 Sperrungen. Des Weiteren sind Baustellen in der Leobener Straße und am Herdweg bis Ende Juni bzw. 8. Juni 2026 zu beachten. Verkehrsteilnehmer sollten auch die Kappelbergstraße, Silberburgstraße und Immenhofer Straße im Auge behalten. Umleitungen sind eingerichtet, aber dennoch sind längere Wartezeiten zu erwarten.
Wer regelmäßig über die aktuellen Verkehrsbehinderungen und Baumaßnahmen in Karlsruhe und Stuttgart informiert werden möchte, sollte SWR3 im Auge behalten. Es ist wichtig, dass wir nicht nur den Straßenverkehr im Blick haben, sondern auch die Tierwelt, die mit den Herausforderungen der urbanen Umgebung zu kämpfen hat. Ein nachhaltiger Umgang mit unseren Mitgeschöpfen ist entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt und des ökologischen Gleichgewichts.