In den letzten Tagen haben die ersten Frühlingsboten in Form von Amphibien wieder Einzug gehalten und das Straßenbild in und um Karlsruhe verändert. Die Krötenwanderung ist in vollem Gange, und das hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Seit dem 25. März 2026, 19:10 Uhr, ist die Straße „Im Weiherwald“ zwischen Weiherfeld-Dammerstock und Guckallee wegen der Gefährdung der wandernden Tiere gesperrt. Dies schützt die Kröten, die jedes Jahr, wenn die Temperaturen steigen und die Nächte feucht sind, zu ihren Laichgewässern ziehen, was für viele leider oftmals mit tödlichen Gefahren durch den Straßenverkehr verbunden ist, wie NABU berichtet.
Amphibien, einschließlich Kröten, Frösche und Molche, sind auf diese Wanderungen angewiesen, um ihre Fortpflanzungsstätte zu erreichen. Leider überleben viele die Reise nicht. Jährlich werden Tausende von ihnen auf den Straßen überfahren. Deshalb setzen sich Naturschutzgruppen in ganz Deutschland für den Schutz dieser Tiere ein, indem sie Krötenschutzzäune aufstellen und ehrenamtliche Helfer mobilisieren, um die Kröten über die Straße zu tragen. Diese Initiative ist nicht nur eine wichtige Maßnahme für den Arten- und Naturschutz, sondern auch eine Gelegenheit für interessierte Bürger, aktiv mitzuwirken.
Verkehrsbehinderungen in Stuttgart
Parallel zur Krötenwanderung werden auch in Stuttgart zahlreiche Straßen aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Die Böblinger Straße zwischen der Adlerstraße und der Schickhardtstraße ist seit dem 15. September 2025, 08:05 Uhr, bis zum 15. Mai 2026 gesperrt. In der Haldenstraße zwischen Pragstraße und Aachener Straße bleibt der Verkehr bis zum 31. Juli ausgesetzt, und seit dem 16. November 2025 ist auch hier die Durchfahrt unmöglich. Die Pragstraße sowie die Hallstraße sind ebenfalls betroffen, da auch hier seit November 2025 Bauarbeiten in beiden Richtungen durchgeführt werden und die Sperrung bis Ende Juli gilt.
Zusätzlich gibt es zahlreiche weitere Baustellen in Stuttgart, die es zu beachten gilt. Dazu zählen unter anderem die Leobener Straße und der Herdweg, die bis Ende Juni beziehungsweise bis zum 8. Juni 2026 gesperrt sein werden. Verkehrsteilnehmer sollten auch die Kappelbergstraße, die Silberburgstraße und die Immenhofer Straße im Auge behalten, da auch diese Bereiche von Sperrungen betroffen sind. Umleitungen sind eingerichtet, jedoch ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
Wie man helfen kann
Wer selbst aktiv werden möchte, hat jetzt die Möglichkeit, an der Krötenwanderung teilzunehmen. Naturschutzgruppen suchen dringend Helfer, um Schutzzäune aufzustellen und die Tiere zu retten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, und die Saison reicht in der Regel von zwei bis drei Monaten. Die Hauptaktivität findet meist gegen Mitte März ihren Höhepunkt. Interessierte können sich über lokale Naturschutzgruppen oder über die NABU-Website informieren, wo Krötenzäune betreut werden. Darüber hinaus bietet der NABU auch einen Wissens-Kurs „Krötenzaun & Co. – Schutzeinrichtungen für Amphibien“ an, um das nötige Know-how zu erlangen.
Insgesamt sind die sich verändernden Verkehrsbedingungen in Karlsruhe und Stuttgart ein Spiegelbild der erhöhten Aktivität im Natur- und Umweltschutz. Auch wenn die Baustellen und Sperrungen für Verkehrschaos sorgen können, steht der Schutz unserer Amphibien an erster Stelle. Dabei sind alle gefragt, sich zu informieren und gegebenenfalls aktiv zu beteiligen.
Für aktuelle Informationen zu den Verkehrsbehinderungen und Baumaßnahmen in Karlsruhe und Stuttgart bietet die Seite SWR3 regelmäßige Updates.



