Im Münchner Westen tut sich einiges: Die Baustelle für die Verlängerung der U5 nach Pasing ist in vollem Gange. Der derzeitige Endpunkt der Linie, der Laimer Platz, wird seit Januar 2022 um eine neue Strecke von insgesamt 3,8 Kilometern erweitert. Diese Maßnahme bringt nicht nur frischen Wind in den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) der Stadt, sondern hat auch das klare Ziel, bis 2030 rund 30 Prozent der Wege in München mit dem ÖPNV abzudecken. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie tz.de feststellt.
Die neue Strecke umfasst drei neue U-Bahnhöfe: Baumschule Laim, Am Knie und den Pasinger Bahnhof. Die Fertigstellung dieser Stationen wird etwa im Jahr 2035 erwartet, und die Baukosten liegen bei stolzen 1,3 Milliarden Euro. Doch das ist nicht alles – die Planungen sehen vor, die U5 bis nach Freiham zu verlängern, was die Konnektivität in der Region weiter erhöhen wird. Das Baureferat hat bereits mit der Umsetzung der Arbeiten begonnen, und Uwe Rathje, ein erfahrener U-Bahn-Experte, führt interessierte Bürger durch diese Mega-Baustelle.
Ein Blick hinter die Kulissen
Wer neugierig ist, wie das Ganze aussieht, hat die Möglichkeit, an kostenlosen Führungen teilzunehmen. Bei einer dieser Touren folgten rund 15 Münchner den spannenden Erklärungen von Rathje und durften sich selbst ein Bild von der Baustelle machen, die die Gotthardstraße direkt unter ihren Füßen beherbergt. Interessierte Teilnehmer erhielten Sicherheitsausrüstung wie Helme, Warnwesten und Sicherheitsschuhe, bevor sie den 13 Meter tiefen Tunnel besichtigten, in dem derzeit der Betonboden für die U-Bahn-Gleise gegossen wird.
Die Baustelle betrifft insbesondere die Anwohner in der Gotthardstraße, die naturgemäß mit Lärm und Beeinträchtigungen rechnen müssen. Doch die Stadt ist um Transparenz bemüht: Im Informationszentrum in der Willibaldstraße 70 haben Bürger die Möglichkeit, sich über den Projektstand zu informieren, und das mittwochs zwischen 15 und 19 Uhr.
Futuristische Perspektiven
Diese Projekte sind Teil eines großen Plans für den Ausbau des Münchner Nahverkehrs, der auch die Planung weiterer Verbindungen und Erweiterungen umfasst. Neben der U5, die bis nach Freiham weitergeführt werden soll, wird intensiv an der Entlastungsspange U9 zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt gearbeitet. Auch die U4 nach Englschalking steht auf der Agenda, während langfristige Pläne für eine Querverbindung zwischen der U2 und U6 (U26) sowie die Weiterführung der U1 nach Norden und Süden in der Schublade liegen.
Die U-Bahn in München wächst also in alle Richtungen, und die Stadt investiert nicht nur in die Erweiterung, sondern auch in eine ressourcenschonende Mobilität, die allen Münchnerinnen und Münchnern zugutekommen wird. Weitere Informationen zu den aktuellen Projekten findet man auf ubahnbau-muenchen.de und in den städtischen Informationen zum U-Bahn-Bau unter stadt.muenchen.de.