Am heutigen Tag, dem 8. März 2026, stehen die Münchner Wähler:innen vor einer entscheidenden Wahl: Der Kandidat der Grünen, Dominik Krause, möchte als Oberbürgermeister in die Geschichte eintreten. Seit dem 26. Oktober 2023 ist der 35-Jährige bereits im Amt des Zweiten Bürgermeisters und hat in dieser Funktion sein Geschick unter Beweis gestellt.
Geboren am 3. August 1990 in München und aufgewachsen in Obermenzing, hat Krause bereits einige Stationen als Politprofi hinter sich. Nach dem Abitur am Louise-Schröder-Gymnasium und einem Zivildienst an einer Montessori-Schule studierte er Physik an der Technischen Universität München, wo er mit einem Master of Science (M.Sc.) abschloss. Diese akademische Ausbildung könnte ihm bei der Lösung der drängenden Probleme Münchens zugutekommen. Schließlich plagen die Stadt hohe Mietpreise, und viele Bewohner:innen sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Politische Laufbahn und Visionen
Seine politische Karriere begann Krause 2012 als Chef der Grünen Jugend in München, gefolgt von der Wahl in den Stadtrat im Jahr 2014. Während seiner Zeit als Parteivorsitzender von 2019 bis 2020 und als Fraktionsvorsitzender 2022 bis 2023 hat sich Krause als ernstzunehmender Akteur etabliert. Mit dem Versprechen, München zu einer bezahlbaren und lebenswerten Stadt für alle zu machen, möchte er große Bauprojekte zügiger umsetzen und den öffentlichen Nahverkehr zuverlässig gestalten, um einem modernen und gerechten München näherzukommen.
Krause gilt nach außen hin als seriöser Brückenbauer, nachdem er ursprünglich als linker Politiker auftrat, insbesondere bei den Polizeieinsätzen während Neonazi-Demonstrationen. Kritische Stimmen werfen ihm allerdings vor, weniger mutig in seiner öffentlichen Positionierung zu sein. Eines seiner umstrittensten Aussagen war die Einstufung des Oktoberfestes als die „größte offene Drogenszene der Welt“. Dies führte zu einer Welle von Kritik, doch Krause bleibt dabei, einen entspannteren Umgang mit der Frage der Legalisierung von Cannabis zu plädieren.
Persönliches und Engagement
Auch privat hat sich bei Krause einiges getan. Gemeinsam mit seinem Partner Sebastian Müller, einem Arzt, plant er für 2024 seine Hochzeit. Das Paar lebt zurzeit im Stadtbezirk Giesing, wo es sich gut in die Gemeinschaft integriert hat. Bemerkenswert ist, dass Krause auf den Dienstwagen verzichtet und regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzt – eine Einstellung, die ihm Respekt einbringt, besonders wenn man seine Vorgängerin Katrin Habenschaden betrachtet, die ein BMW-Modell mit Fahrer bevorzugte.
Sein soziales Engagement zeigt sich nicht nur in der Politik: Krause ist Mitglied bei „München ist bunt! e.V.“, einer Initiative, die sich gegen Rassismus starkmacht, und hat auch einen Platz im Vorstand inne. Zudem ist er im Aufsichtsrat mehrerer städtischer Institutionen, wie zum Beispiel der Gasteig München GmbH, tätig.
Ausblick auf die Wahl
In der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl setzen die Grünen große Hoffnungen auf Krause, der im Dezember 2024 mit 99,3 Prozent zum OB-Kandidaten gewählt wurde. Sein Ziel ist klar: für ein München zu sorgen, das allen Bürger:innen eine Perspektive bietet. Mit den Herausforderungen, die von hohen Mieten über unzuverlässige Nahverkehrsanbindungen bis zu langen Bauzeiten reichen, braucht es einen mutigen und respektvollen Umgang, um die Stadt wirklich voranzubringen. Krause hat die Chance, als Bürgermeister den Grundstein für eine zukunftsträchtige Politik zu legen.
Ob die Wähler:innen ihm das Vertrauen schenken, bleibt abzuwarten. Die Zeit läuft – und das Rennen um die besten Ideen für ein lebenswerteres München hat gerade erst begonnen.
Quellen: Abendzeitung, Wikipedia, Die Grünen München.




