Das Schyrenbad, Münchens ältestes Schwimmbad, öffnet traditionell mit Beginn der Freibadsaison seine Tore. Im Jahr 1847 wurde dieses historische Bad in Untergiesing, nahe der Isar, eröffnet und hat somit fast 180 Jahre Geschichte vorzuweisen. Im Vergleich dazu wurde das zweitälteste Bad, Maria Einsiedel, erst 1899 eröffnet. Das Schyrenbad ist nicht nur ein Ort für sportliche Betätigung, sondern bietet auch eine große Liegewiese unter alten Bäumen, die zum Entspannen und Genießen einlädt.
Die Ausstattung des Schyrenbads ist beeindruckend: mehrere Schwimmbecken, eine Breitwasserrutsche, QiGong, Tischtennis, ein Schachfeld und ein Kinderspielplatz sorgen für vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Ursprünglich war das Bad eine reine Männer-Badeanstalt; Frauen durften bis 1938 nicht eintreten. Interessanterweise wurde das Bad 1855 von einem Hochwasser zerstört, doch es wurde schnell wieder aufgebaut. Der Name „Schyrenbad“ wurde erst 1877 eingeführt, benannt nach den Grafen von Scheyern. Die letzte Generalsanierung fand im Jahr 2006 statt, sodass das Bad heute über beheizbare Edelstahlbecken verfügt.
Ein Familien-Hotspot mit vielfältigen Angeboten
Das Schyrenbad hat sich seit seiner Eröffnung gewandelt und ist heute ein beliebter Familien-Hotspot. In den 1970er-Jahren diente es sogar als Trainingsstätte für Olympia-Athleten. Mit einer Kapazität für 7.500 Badegäste bietet das Bad ein 50-Meter-Becken mit drei Bahnen, ein Nichtschwimmerbecken, ein Erlebnisbecken und ein Kinderplanschbecken. Für die kleinen Gäste gibt es einen Spielplatz sowie eine Rutsche, die für jede Menge Spaß sorgt.
Das Freibad eröffnet um 7 Uhr morgens (Montag bis Freitag) und um 9 Uhr (Samstag und Sonntag) und schließt um 19 Uhr. Bei Temperaturen über 25°C dürfen die Badegäste sogar bis 20 Uhr bleiben. Der Eintrittspreis beträgt 6,30 Euro für Erwachsene, 4 Euro ermäßigt, während Kinder unter 12 Jahren und Inhaber eines München-Passes kostenlos hinein dürfen. Das Bad ist weitgehend rollstuhlgerecht, mit barrierefreien Wegen und Parkplätzen, was es für alle zugänglich macht.
Ein Stück Münchner Geschichte
Das Schyrenbad gehört zu den vielen historischen Schwimmbädern Münchens, die im Sommer 2025 für Badespaß und Erfrischung sorgen werden. Die Freibäder waren ursprünglich nach Geschlechtern getrennt, wobei es ab 1877 ein Frauenfreibad in den Isarauen gab. Neben dem Schyrenbad gibt es weitere historische Freibäder wie das Ungererbad (1900), das Bad Georgenschwaige (1917) und das Dantebad (1913).
Viele dieser alten Bäder wurden renoviert und mit moderner Technik ausgestattet, ohne ihren einzigartigen Charakter zu verlieren. So wird das Bad Georgenschwaige im Juni 2025 als CO₂-neutrales Naturbad wiedereröffnet. Münchens ältestes Hallenbad, das Müller‘sche Volksbad, wurde 1901 eröffnet und ist bekannt für seine Jugendstil-Architektur. Auch die Olympia-Schwimmhalle, die 1972 für die Sommerspiele erbaut wurde, setzt internationale Maßstäbe in der Badarchitektur.
Das Schyrenbad, mit seiner langen Geschichte und dem charmanten Ambiente, bleibt ein wichtiger Teil der Münchner Badeszene. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Anfahrt finden Interessierte in einem umfassenden Schwimmbad-Guide, der 20 Schwimmbäder in und um München vorstellt.
Für mehr Details über das Schyrenbad können Sie die vollständige Quelle [hier](lesen) und weitere Informationen über Münchens historische Schwimmbäder [hier](einsehen).