In Untergiesing tut sich etwas am Candidplatz: Eine Wagenplatzgruppe plant eine spannende Zwischennutzung, die frischen Wind in die Nachbarschaft bringen soll. Geprägt von Diskussionen um Investorenhochhäuser und den ansteigenden Mietkosten in der Umgebung, zeigt sich der Bezirksausschuss (BA) offen für das Konzept, das als Ort der Begegnung, Wohnraum und Kultur präsentiert werden soll. So berichtet die tz.
Ein Highlight des Plans ist die Inspiration durch den Stattpark Olga in Berg am Laim. Diese Art von Wohn- und Kulturraum nutzt Bauwagen und LKWs für das mobile Wohnen und fordert einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Der Stattpark verfolgt dabei das Ziel, Gemeinschaft zu schaffen und Vereinsamung in städtischen Räumen entgegenzuwirken, wie die Webseite des Stattparks unter olga089.de betont.
Vielseitige Nutzungsmöglichkeiten
Die angedachte Nutzung am Candidplatz soll nicht nur Wohnraum bieten, sondern auch ein vielfältiges Programm: Konzerte, Vorlesungen, Workshops und Begegnungen sind Teil des Konzepts. Die Betreiber des Projekts sind überzeugt davon, dass mobiles Wohnen in selbstgebauten Bauwagen und Containern auch in dieser lebendigen Münchener Ecke realisierbar ist. Es liegt etwas in der Luft, denn die Gegend verändert sich durch verschiedene Neubauprojekte und wird von steigenden Mieten geprägt.
Während die Entscheidung des Stadtrates über die zukünftige Nutzung des Candidplatzes noch auf sich warten lässt, bleibt die Größendimension der Baustelle ungewiss. Doch die ersten Reaktionen aus dem Bezirksausschuss sind vielversprechend. Mitglieder wie Ludwig Sporrer und Anais Schuster-Brandis äußern sich positiv zu der Zwischennutzung und deren Potenzial für die Gemeinde.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Initiative am Candidplatz ist Teil eines größeren Trends: Immer mehr Menschen ziehen es vor, außerhalb der Großstädte zu wohnen. Laut dem Projekt „Raus aufs Land“ wird dieser Wanderungstrend durch verschiedene Faktoren gefördert, darunter der hohe Druck auf den Wohnungsmarkt in den Städten und das Streben nach mehr Lebensqualität. Das Projekt untersucht diese Bewegungen und deren Einfluss auf das Pendelverhalten und die Wohnstandorte, wie man auf region-gestalten.bund.de erfahren kann.
Die Chancen stehen gut, dass die Gestaltung des Candidplatzes nicht nur den dringend benötigten Wohnraum, sondern auch Platz für kulturelle Ereignisse und nachbarschaftliche Begegnungen schaffen wird. So könnte hier ein innovativer Raum entstehen, der eine innovative Antwort auf die Herausforderungen des urbanen Lebens gibt und gleichzeitig ein Zeichen für alternative Lebenskonzepte setzt. Die Nachbarn und zukünftigen Besucher dürfen gespannt sein, was hier wachsen wird!