Lärm und Müll: Anwohner kämpfen gegen nächtlichen Supermarkt-Spuk!
Anwohner in Obergiesing-Fasangarten klagen über nächtlichen Lärm und Müll von einem 24/7-Supermarkt an der Dachauer Straße.

Lärm und Müll: Anwohner kämpfen gegen nächtlichen Supermarkt-Spuk!
In der Wohngegend rund um die Franz-Fihl-Straße in München sorgt ein 24/7-Supermarkt an der Dachauer Straße für Aufregung und Unmut. Anwohner klagen über nächtliche Partys und Lärm, die durch feiernde Jugendliche und den Betrieb des Supermarkts entstehen. Beschwerden über lautes Grölen sowie Motorenlärm von kurz haltenden Autos erreichen die Behörden regelmäßig. Besonders bitter für die Anwohner: Morgens finden sie oft leere Gin-Flaschen, Snackverpackungen und sogar Lachgas-Kartuschen auf Gehwegen und in Vorgärten liegen, was das Bild des sonst ruhigen Stadtteils trübt. Diese unschönen Kerben im Nachtleben lassen die Nachbarn die Genehmigung eines solchen Rund-um-die-Uhr-Betriebs in ihrer Wohngegend in Frage stellen.
Der Bezirksausschuss Moosach beschäftigt sich bereits mit den eingegangenen Beschwerden und plant, das Thema in seinen nächsten Sitzungen weiter zu erörtern. Florian Simonsen von der SPD hat sich dem Anliegen der betroffenen Anwohner angenommen und wird es an die Bezirksinspektion weiterleiten. Auch Wolfgang Kuhn (SPD) plant, den Betreiber des Supermarkts direkt zu kontaktieren, um mögliche Lösungen zu finden. Die Anwohner wünschen sich vor allem häufigere Polizeikontrollen, insbesondere in der Nacht, um für mehr Sicherheit und Ruhe zu sorgen.
Vorschriften und Lärmschutz
Die Gesetzgebung zum Lärmschutz ist klar: Tätigkeiten, die die Nachtruhe stören, sind von 22 bis 6 Uhr verboten. Laut dem Rechtsanwaltskanzlei Jung müssen Betreiber von Supermärkten alles daran setzen, vermeidbare Umwelteinwirkungen zu verhindern. Insbesondere Anlieferungen in den frühen Morgenstunden können als nächtliche Ruhestörung gewertet werden, ganz zu schweigen von dem möglichen Lärm, der in den Wohnwohnungen über Supermärkten zu hören ist. Urteile etwa des Verwaltungsgerichts Düsseldorf und des Amtsgerichts Lörrach legen auch klare Grenzen für Lärmemissionen fest, um die Nachtruhe zu schützen.
Die Anwohner rund um die Franz-Fihl-Straße fragen sich, ob ein 24-Stunden-Betrieb in einem Wohngebiet wirklich sinnvoll ist und fordern, solche Geschäfte besser in Gewerbegebiete zu verlagern. Es stellt sich somit nicht nur die Frage der Nachtruhe, sondern auch die nach dem richtigen Standort für solche Supermärkte. tz.de berichtet, dass die Anwohner Lösungen erwarten, die den nächtlichen Lärm reduzieren und den Stadtteil wieder in den gewohnten Zustand zurückversetzen.
Die Situation in Moosach spiegelt ein größeres Problem wider, das viele Anwohner in Wohngebieten mit ähnlichen Betriebsmodellen erleben. Der Dialog zwischen den betroffenen Nachbarn, der Stadt und den Betreibern der Geschäfte ist gefragt, um eine Lösung zu finden, die allen Parteien gerecht wird und die Nachtruhe in den Wohngebieten wiederherstellt.