Am Sonntag, den 22. März, wird in der Kirche St. Vinzenz in Erding-Klettham ein ganz besonderes musikalisches Ereignis stattfinden. Das Frauenvokalensemble der Kreismusikschule Erding führt erstmals Kim André Arnesens beeindruckendes Werk „Stabat Mater“ auf. Unter der Leitung von Ira Maria und Alexander Scholz wird der Frauenchor, der überwiegend aus Gesangsschülerinnen von Ira Maria Scholz besteht, die Zuhörer auf eine emotionale Reise mitnehmen. Der Konzertbeginn ist um 17 Uhr und der Eintritt ist frei.
Kim André Arnesen, geboren 1980, ist ein gefragter Chorkomponist, der mit „Stabat Mater“ ein Werk geschaffen hat, das die Leidensgeschichte Jesu aus der Perspektive seiner Mutter Maria schildert. Während das Stück etwa eine Stunde dauert, kombiniert es verschiedene musikalische Stilrichtungen, darunter auch Einflüsse aus Pop- und Filmmusik. Die Orgelbegleitung von Franz Maier ersetzt mit ihren Klangfarben ein ganzes Orchester und verstärkt die emotionale Wirkung der Darbietung.
Ein Werk voller Emotionen
Das „Stabat Mater“ thematisiert die Verbindung von Freude und Trauer im Leben von Eltern, inspiriert von der Jungfrau Maria. Es ist nicht nur eine musikalische Komposition, sondern auch eine Widmung an Eltern, die ihr Kind verloren haben. In diesem Sinne knüpft das Werk an Arnesens frühere Komposition „Magnificat“ (2010) an, in der die Freude Marias bei der Nachricht, Mutter des Sohnes Gottes zu werden, dargestellt wird. In „Stabat Mater“ hingegen wird Marias Trauer während der Kreuzigung ihres Sohnes eindringlich thematisiert.
Besonders hervorzuheben ist die neu hinzugefügte Bewegung „What are Children to the Lord?“, die auf einem Gedicht eines krebskranken Kindes basiert, das von seiner Krankenschwester Jessica McFarland festgehalten wurde. McFarland selbst war überrascht und geehrt, dass ihr Gedicht in das Werk aufgenommen wurde. Diese bewegenden Texte, darunter auch „A Mother’s Prayer“ von Euan Tait, reflektieren die Hilflosigkeit und den Schmerz einer Mutter.
Musikalische Details und Kontext
„Stabat Mater“ basiert auf einem hochmittelalterlichen Passionshymnus, der die Schmerzen der Gottesmutter thematisiert. Die Uraufführung fand 2020 statt, und die Besetzung umfasst einen gemischten Chor sowie einen Solo-Mezzosopran. Die Instrumentierung kann entweder mit einem Kammerorchester oder lediglich mit der Orgel erfolgen. Das Werk enthält mehrere bewegende Textauszüge, die das Leiden und die Unschuld von Kindern reflektieren.
Arnesens Ziel ist es, bei den Zuhörern Barmherzigkeit und Mitgefühl zu entwickeln. In einer zunehmend säkularisierten Welt möchte er mit seiner christlichen Botschaft von Mitleid und Barmherzigkeit Berührung und Verständnis schaffen. Für all jene, die die Möglichkeit haben, dieses außergewöhnliche Werk live zu erleben, wird es sicherlich ein unvergesslicher Abend in der Kirche St. Vinzenz in Erding-Klettham.
Für weitere Informationen über das Werk und den Komponisten besuchen Sie bitte die Seiten von Süddeutsche Zeitung, Kim André Arnesen und VDKC.



