In München stehen weitreichende Veränderungen für die Dom-Pedro-Grundschule an. Die altehrwürdige Bildungseinrichtung, die 1900 nach Plänen von Baurat Hans Grässel eröffnet wurde, muss bis 2030 umfassend saniert werden. Diese Maßnahme ist notwendig, um die Schule zukunftssicher zu machen und um den Schüler*innen optimale Lernbedingungen zu bieten. Von Sommer 2027 bis zur Mitte des Jahres 2030 werden die Schüler allerdings ein neues Schulheim finden müssen. Der Umzug zur Rudolf-Diesel-Realschule wirft jedoch Bedenken auf, da der Schulweg in dieser Zeit für viele Kinder gefährlich werden könnte, besonders beim Überqueren des Rotkreuzplatzes, wo unübersichtliche Fahrzeugspuren, Bus- und Tramverkehr sowie Fußgänger zusammentreffen.

Die Eltern sind besorgt über die Sicherheit der Kinder. Das Mobilitätsreferat (MOR) hat zwar bei einem Ortstermin keine objektive Gefährlichkeit der Schulwege erkennen können, ist sich jedoch der Bedenken der Eltern bewusst. Zudem haben sie einen Antrag auf eine Schulbusverbindung zur Schulstraße 3 gestellt, um die Sicherheit während des Umzugs zu gewährleisten. Der Bezirksausschuss (BA) unterstützt diesen Antrag, der derzeit von den zuständigen Stellen wie dem Referat für Bildung und Sport (RBS) und MOR geprüft wird.

Schulwegplanung und Sicherheitsmaßnahmen

Die Sicherheitsbedenken nehmen in der Öffentlichkeit einen wichtigen Platz ein, insbesondere im Hinblick auf die Vielzahl der Schulwegunfälle. Im Jahr 2023 wurden etwa 92.000 solcher Unfälle in Deutschland registriert, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bekannt gab. Um die Situation zu verbessern, sind Kommunen, Schulen, Polizei und Eltern gefordert, gemeinsam die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Initiierung von „Walking Bussen“, Schulzonen und Schulwegplänen. Dies zeigt, dass da ein gutes Händchen gefordert ist, um die Sicherheit der kleinen Fußgänger zu gewährleisten.

Um praktikable Ideen und Konzepte für eine kindgerechte Schulwegplanung zu diskutieren, plant das Mobilitätsreferat ein Arbeitstreffen mit der Arbeitsgemeinschaft „Sichere Verkehrswege Kita/Schule“ im ersten Halbjahr 2026. Spannende Vorschläge, die auf der Agenda stehen, sind unter anderem gemeinschaftliche Laufgruppen, neue Standorte für Schulweghelfer und innovative Schulbuskonzepte, die den Kindern helfen sollen, sicher zur Schule zu gelangen.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der bevorstehenden Sanierung und den Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit zeigt die Dom-Pedro-Grundschule, dass sie bereit ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. BA-Chefin Leonie Lobinger betont die Bedeutung, dass Grundschüler ihren Schulweg selbstständig meistern können, was nicht nur zur Sicherheit beiträgt, sondern auch zur Selbstständigkeit der Kinder. Betrachtet man die lange Geschichte der Schule, so wird deutlich, wie wichtig es ist, auch den Schulweg als Teil der schulischen Ausbildung zu gestalten.

Die Dom-Pedro-Grundschule hat viel erlebt, vom Bau im Jahr 1898, über die Generalsanierung von 2001 bis 2005 bis hin zu den kommenden Veränderungen. Das Ziel bleibt dasselbe: Eine sichere und förderliche Umwelt für die Schüler zu schaffen, in der sie sich entwickeln und wachsen können.

Weitere Informationen zur Schule und zur aktuellen Situation finden Sie auf der offiziellen Website der Dom-Pedro-Grundschule, sowie in den Berichten von tz und DVR.