In Moosach hätte der Spielplatz an der Lauinger Straße eigentlich eine frische Note gebrauchen können. Der Bezirksausschuss hatte zahlreiche Vorschläge zur Aufwertung des Areals eingereicht, doch das Baureferat der Stadt München hat die meisten dieser Ideen abgelehnt. Ein bisschen wie ein Sturm im Wasserglas: viel Aufwand, kaum Wirkung. Géraldine von Muenchen.de beschreibt, dass die angestrebte Modernisierung vor allem die Spiel- und Sportbereiche betreffen sollte, aber das Baureferat sieht keinen Handlungsbedarf und lässt alles wie es ist.
Die Initiativen des Bezirksausschusses umfassten durchaus zukunftsorientierte Maßnahmen, etwa den Austausch der bestehenden Betonfläche durch angenehmeren Kunststoffbelag, mehr Sitzgelegenheiten, eine verbesserte Infrastruktur, bessere Beleuchtung sowie den Zugang zu Trinkwasser. Auch die Idee, zusätzlichen Schatten durch Sonnensegel zu schaffen, wurde mit einem kritischen Blick betrachtet. Letztere wurden wegen möglicher Vandalismusgefahr und des erhöhten Wartungsaufwands abgelehnt. So bleibt der Spielplatz weitgehend unverändert und zieht in seiner jetzigen Form weiter seine Kreise.
Was bleibt beim Alten?
Ein paar kleine Änderungen gibt es jedoch: Zwei der bestehenden Sitzblöcke sollen näher an den Spielbereich gerückt werden. Ein neuer Baum wird zwischen dem Streetballplatz und den Jugendunterständen gepflanzt, um ein wenig Schatten zu spenden. Dennoch bleibt unverständlich, wieso eine zusätzliche Beleuchtung oder die begehrten Trinkbrunnen nicht realisiert werden können, da das Baureferat angibt, dass diese, aufgrund fehlender Haushaltsmittel, nicht installiert werden. Was bleibt, ist eine Pflege und Reinigung des Bereichs, die sich nicht verändert: im Sommer zweimal wöchentlich, im Winter einmal wöchentlich.
Auf die Probleme und Herausforderungen, die mit der Sanierung von Kinderspielplätzen verbunden sind, hat Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer bereits hingewiesen. Sie betont die Bedeutung dieser Orte für Kinder und ihre Familien. Zwar hat das Baureferat im Jahr 2025 bereits zwölf Spielplätze neu geplant, gebaut oder saniert und durch Beteiligungsformate die künftigen Nutzer einbezogen, doch scheint die Lauinger Straße nicht ganz im Fokus zu sein. Dabei umfasst das Baureferat ab 2026 ein ehrgeiziges Programm zur Verbesserung von Spiel- und Sportangeboten in Münchens Grünanlagen.
Ein Blick auf die neuen Projekte
In der Stadt sind die Entwicklungen der neuen Spielplätze definitiv hoch im Kurs. Unter den bereits umgesetzten Projekten des letzten Jahres findet man Spielbereiche wie die Regerstraße Nord, die als Ort für kleinere Kinder mit tollen Spielgeräten aufwartet, oder der Hanns-Seidl-Platz, der mit einer aufregenden Kletter- und Balancierlandschaft punktet. Auch der Berg am Laim ist ein Beispiel für generationenübergreifende Angebote mit einem Kleinkinderspielbereich und einer Outdoor-Fitnessanlage.
| Projektname | Beschreibung |
|---|---|
| Regerstraße Nord | Spielbereiche mit Heckenlabyrinth, Sandspielflächen und inklusivem Karussell. |
| Hanns-Seidl-Platz | Kletter- und Balancierlandschaft, Sandbereich mit Wasserpumpe. |
| Berg am Laim | Generationen-Treffpunkt mit Outdoor-Fitnessanlage und Trinkbrunnen. |
| Theresienwiese | Neu gestalteter Spielplatz mit einem großen Spielgerät und Streetballfeld. |
Die Stadtplanung ist also in vollem Gange, doch was die kleine Oase an der Lauinger Straße betrifft, so müssen sich die Anwohner und besonders die kleinen Abenteurer erst mal mit den wenigen Änderungen abfinden. Mehr frische Luft in den Vorgaben und mehr Ideen zum Mitmachen wären vielleicht der Schlüssel zur Verbesserung der Spielqualität. Der Spielplatz in Moosach bleibt unter einem schlechten Stern, während in anderen Stadtteilen bereits an spannenden Konzepten gearbeitet wird. Die Anwohner können nur hoffen, dass ihre Stimmen in Zukunft besser gehört werden.
Mehr Informationen zu den laufenden Projekten und künftigen Plänen bietet die Stadt auf stadt.muenchen.de. Dennoch bleibt der Ausblick auf die Möglichkeiten in den Münchener Grünanlagen spannend, wie tz.de berichtet. Ein bisschen mehr Farbe würde dem Moosacher Spielplatz sicherlich gut tun und das Herz von Jung und Alt höher schlagen lassen.