Heute ist der 28.03.2026 und die Bewohner Münchens dürfen sich auf eine umfangreiche Sanierung der U-Bahnlinien U3 und U6 freuen. Ab Mitte Mai 2026 wird die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit diesen Maßnahmen beginnen, die bis zum 1. August 2027 andauern werden. Die Arbeiten sind in drei Phasen unterteilt und sollen die Infrastruktur modernisieren sowie Sicherheit und Komfort für die Fahrgäste gewährleisten. Dabei wird die MVG durch die Überwachung der Statik an der Poccistraße mit Sensoren unterstützen, um die Dringlichkeit der Sanierung zu betonen. Man erinnere sich nur an die Carolabrücke in Dresden, die 2024 einstürzte – ein mahnendes Beispiel für notwendige Maßnahmen.
Die erste Phase der Sanierungsarbeiten beginnt am 18. Mai und dauert bis zum 18. September 2026. In diesem Zeitraum wird der Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße komplett gesperrt, was bedeutet, dass keine U-Bahn-Fahrten in diesem Bereich stattfinden können. Um die Passagiere dennoch zu befördern, werden Ersatzbuslinien eingerichtet. So fährt ein Bus für die U6 von der Implerstraße über die Poccistraße und den Goetheplatz bis zum Sendlinger Tor. Zudem wird der Ersatzbus X6 ebenfalls von der Implerstraße über die Poccistraße und den Goetheplatz bis zum Hauptbahnhof verkehren.
Details zu den Sanierungsarbeiten
In der zweiten Phase, die vom 5. Oktober bis zum 27. November 2026 stattfindet, wird eine eingleisige Befahrung zwischen der Implerstraße und dem Goetheplatz ermöglicht. Die U3 und U6 fahren nördlich und südlich des eingleisigen Abschnitts wie gewohnt. Zudem kann die U6 auch zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz verkehren. In der dritten Phase, die ab dem 12. April bis voraussichtlich 1. August 2027 andauert, wird der Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße erneut gesperrt. Hier gelten die gleichen Ersatzbuslinien wie in den vorherigen Phasen.
Besonders interessant sind die zusätzlichen Verbesserungen an den U-Bahnhöfen Poccistraße und Goetheplatz. An der Poccistraße werden nicht nur drei Rolltreppen ausgetauscht, sondern auch neue Sitze und Vitrinen installiert. Die Barrierefreiheit wird verbessert, indem der Bahnsteig um 5 cm angehoben wird. Am Goetheplatz konzentrieren sich die Arbeiten auf die Erneuerung des alten Betons sowie auf Betonsanierung und Brandschutz, wobei Hochdruckwasserstrahlen verwendet wird, um 5-10 cm Beton abzutragen.
Finanzierung und zukünftige Entwicklungen
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 62 Millionen Euro. Dabei trägt die Stadt 23,5 Millionen Euro, zusätzlich kommen 9,3 Millionen Euro aus der Stellplatzablöse. Die restlichen Kosten werden von den Stadtwerken und der MVG getragen. Interessanterweise führt die Deutsche Bahn gleichzeitig Sanierungsarbeiten an der Brücke über die Lindwurmstraße durch, was zusätzliche Abstimmungen erforderlich macht. Weitere Baumaßnahmen an den Fuß- und Radwegen der Lindwurmstraße sind voraussichtlich auf 2027 verschoben worden, um die Verkehrsbelastung während der U-Bahn-Sanierungen nicht weiter zu erhöhen.
Die MVG empfiehlt all ihren Fahrgästen, sich vor Reiseantritt über aktuelle Fahrpläne und die Ersatzbuslinien zu informieren. Diese Sanierungsarbeiten sind unerlässlich, um eine sichere und moderne U-Bahn-Infrastruktur für die Münchener Bürger zu schaffen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen für fünf Jahre keine weiteren Bauarbeiten südlich des Sendlinger Tors stattfinden, was für eine gewisse Entlastung des öffentlichen Verkehrs sorgen dürfte.
Für weitere Informationen über die Sanierungsarbeiten und die anstehenden Änderungen im U-Bahn-Betrieb, können Sie die vollständigen Details auf Mein München und Abendzeitung München nachlesen.





