Heute ist der 28.02.2026, und die Gastronomie in Berlin steht vor großen Herausforderungen. Der Rückblick auf das Jahr 2025 zeigt, dass viele Restaurants in der Hauptstadt vor dem Aus standen. Steigende Kosten, Fachkräftemangel und eine ausbleibende Kundschaft setzten den Betreibern zu. Besonders tragisch ist die Schließung von beliebten und etablierten Lokalen, wie dem Braufactum am Alexanderplatz. Das Kult-Lokal, das seit 2017 im Eckhaus an der Memhardstraße ansässig war und für seine über 20 Craft-Biere bekannt war, musste aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten schließen. Diese Entscheidung war die Folge einer strategischen Umstellung, bei der das Gründerteam die Einkauf, Produktion und Vertrieb eigenständig übernahm, was jedoch zu großen wirtschaftlichen Herausforderungen führte. Doch der Standort wird nicht leer stehen: Ein neues „Indian Restaurant & Cocktailbar“ kündigt seinen Einzug an. Dies ist nur ein Beispiel für das fortlaufende Restaurant-Sterben, das die Fragilität der Gastronomie in Berlin verdeutlicht. Die Hoffnung bleibt, dass innovative Konzepte und engagierte Teams für langfristigen Erfolg sorgen können. [Quelle]
Die Kluft zwischen den Restaurants und Cafés, die um ihre Existenz bangen, und den expandierenden Fast-Food-Ketten wird immer deutlicher. Besonders betroffen sind Stadtteile wie Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg. Die Hauptprobleme der Berliner Gastronomie in den letzten Monaten sind hochgestiegene Mehrwertsteuersätze, zunehmend bürokratische Hürden seit der Pandemie, anhaltender Personalmangel und steigende Einkaufspreise. Hinzu kommt der Rückgang der Restaurantbesuche, da viele Kunden es vorziehen, zu Hause zu essen. Diese Entwicklungen machen die Situation für viele Gastronomiebetriebe zunehmend kritisch. [Quelle]
Die wirtschaftliche Lage der Gastronomie
Die wirtschaftliche Lage der Berliner Gastronomie bleibt angespannt. Gerrit Buchhorn vom Dehoga Berlin beschreibt sie als „teilweise kritisch“. Besucherzahlen erreichen nur langsam das Niveau von 2019, und während der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland nominal um 10 Prozent im ersten Quartal 2023 gestiegen ist, bedeutet dies inflationsbereinigt einen Rückgang von 15,7 Prozent. Der Fachkräftemangel, gestiegene Einkaufspreise und ein preissensibles Konsumklima verstärken die Schwierigkeiten. Im ersten Quartal 2023 gab es 8777 Neueröffnungen und 9428 Schließungen, was die Unsicherheit in der Branche widerspiegelt. [Quelle]
Ein Lichtblick könnte die geplante Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent ab 2026 sein, obwohl der Hotel- und Gastronomieverband in Berlin skeptisch auf diese Steuererleichterung blickt. Preissenkungen für Speisen und Getränke gelten als unwahrscheinlich, und die Steuererleichterung soll lediglich die Kosten ausgleichen, die um über 30 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig könnte die Erhöhung des Mindestlohns zusätzliche Kosten für Gastronomiebetriebe mit sich bringen. Die Zukunft der Gastronomie in Berlin bleibt ungewiss, während einige Betriebe bereits auf technologische Lösungen setzen, wie Serviceroboter im Restaurant „Anna Amalia“ in Potsdam. [Quelle]