In Deutschland, wo etwa ein Drittel der Bevölkerung regelmäßig auf Leitungswasser zurückgreift, gibt es immer mehr Diskussionen über die Qualität und mögliche Gesundheitsrisiken von Trinkwasser. Eine viel diskutierte Frage ist, ob hartes Wasser, das reich an Kalzium und Magnesium ist, das Risiko für Arteriosklerose, auch bekannt als Arterienverkalkung, erhöht. Doch Experten wie die Deutsche Herzstiftung setzen sich für Aufklärung ein und machen deutlich, dass es hier keinen direkten Zusammenhang gibt. So t-online.de berichtet, dass hartes Wasser in Deutschland weit verbreitet ist und gesundheitliche Vorteile bietet, während sich Arteriosklerose vor allem durch andere Lebensstilfaktoren entwickelt.
Was ist Arteriosklerose wirklich? Diese Krankheit zeigt oft erst Symptome, wenn die Gefäße bereits erheblich verengt sind. Sie entsteht durch Ablagerungen, sogenannte Plaques, in den Blutgefäßen, die aus Blutfetten, Bindegewebe und Kalzium bestehen. Diese Ablagerungen können letztendlich zu schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Wie herzstiftung.de erklärt, haben Herzexperten festgestellt, dass die Verkalkung der Herzkranzgefäße nicht auf den Kalk im Trinkwasser zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf Erkrankungen, die häufig mit einem ungesunden Lebensstil korrelieren.
Lebensstil als Risikofaktor
Ein besonders wichtiger Aspekt ist der Lebensstil. Ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind zentrale Risikofaktoren für Herzkrankheiten. Diese können zu Bluthochdruck, Diabetes und hohen Cholesterinwerten führen, die das Risiko für Arteriosklerose wesentlich erhöhen. Laut gesund.bund.de steigen die Ablagerungen in den Gefäßen mit diesen Faktoren, was zu Verengungen und letztendlich zu Durchblutungsstörungen führt.
Doch wie erkennt man, ob man zu den Betroffenen gehört? Cholesterinwerte sind ein wichtiger Indikator. Es werden drei verschiedene Werte bestimmt: LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin. Eine Hypercholesterinämie, also ein erhöhter Cholesterinspiegel, wird oft bei Werten festgestellt, die über den empfohlenen Grenzwerten liegen. Günstige Werte für gesunde Personen sind:
- Gesamtcholesterin: unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l)
- LDL-Cholesterin: unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l)
- HDL-Cholesterin: über 40 mg/dl (1 mmol/l) für Männer, über 50 mg/dl (1,3 mmol/l) für Frauen
Fazit: Harte Fakten zum harten Wasser
Trotz der Bedenken über das Trinkwasser bleibt festzuhalten: Hartes Wasser hat keinen nachweisbaren negativen Einfluss auf die Gesundheit in Bezug auf Arterienverkalkung. Kalzium wird im Körper benötigt und überschüssiges Kalzium scheidet der Organismus aus, anstatt es in den Gefäßen abzulagern. Experten raten dazu, die eigene Lebensweise zu überdenken und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind entscheidend, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu minimieren.





