Berliner Gastronomie am Abgrund: Kult-Restaurant schließt seine Türen!
Am Hart beleuchtet die Herausforderungen der Berliner Gastronomie 2025: Schließungen, steigende Kosten und Fachkräftemangel.

Berliner Gastronomie am Abgrund: Kult-Restaurant schließt seine Türen!
Die Gastronomieszene in Berlin hat im vergangenen Jahr 2025 einige herausfordernde Zeiten durchlebt. Ein Blick zurück zeigt, dass zahlreiche beliebte Lokale aufgrund steigender Kosten, eines akuten Fachkräftemangels und ausbleibender Gäste vor dem Aus standen. Besonders schmerzhaft war die Schließung des Braufactum, das seit 2017 als feste Größe am Alexanderplatz galt. Hier konnten die Besucher über 20 verschiedene Craft-Biere genießen, die zumeist nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot hergestellt wurden. Der Verzicht auf die Anbindung an die Radeberger Gruppe, die das Restaurant früher unterstützte, brachte wirtschaftliche Herausforderungen mit sich, die nicht gemeistert werden konnten.
Doch der Alexanderplatz wird nicht lange leer stehen: Ein neues „Indian Restaurant & Cocktailbar“ kündigt bereits seine Eröffnung an. Diese rasanten Veränderungen verdeutlichen die fragwürdige Lage, in der sich viele Gastronomiebetriebe befinden. Die Hoffnung auf innovative Konzepte und engagierte Teams bleibt, um die Branche langfristig zu stabilisieren.
Kritische Lage für viele Gastronomiebetriebe
Ein Riss zieht sich durch die Gastronomie in Berlin: Während einige Restaurants und Cafés um ihre Existenz bangen, expandieren Fast-Food-Ketten munter weiter, wie die Berliner Zeitung berichtet. Besonders betroffen sind Stadtteile wie Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg. Hohe Mehrwertsteuersätze, zunehmende Bürokratie und steigende Einkaufspreise treiben die Gastronomen in die Enge. Laut Gerrit Buchhorn vom Dehoga Berlin ist die Situation „teilweise kritisch“ und die Wettbewerbsbedingungen verschärfen sich immer weiter.
Um die Momentaufnahme abzurunden, zeigt sich die wirtschaftliche Lage als angespannt. Immer mehr Restaurantbesitzer kämpfen um ihre Existenz, während die Besucherzahlen in Berlin nur langsam das Niveau von 2019 erreichen. Dazu kommt ein preissensibles Konsumklima, welches durch die hohen Lebenshaltungskosten zusätzlich belastet wird. Die Berliner Gastronomie könnte durch technologische Lösungen, wie etwa Serviceroboter, neue Wege finden, um den Herausforderungen zu begegnen, doch bleibt die Zukunft ungewiss.
Die Zukunft bleibt unklar
Ein weiteres Beispiel für die prekäre Lage ist das Restaurant „Zum Oberfeld“ in Berlin-Kaulsdorf, das im Oktober 2023 einen Umsatzrückgang von 20 Prozent verzeichnete. Inhaber Michael Hübner berichtete von einem Rückgang der Stammgäste, während die Kosten in die Höhe schossen. Um dem kreativen Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, setzen einige Gebäude auf technologische Innovationen. Doch viele in der Branche fragen sich, ob das ausreichend ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Ein Hoffnungsschimmer könnte die geplante Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent im Jahr 2026 sein, um die Belastungen besser auszugleichen. Allerdings zeigen sich die Verbände skeptisch, dass dies tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung führen wird. Damit bleibt die Gastronomieszene in Berlin ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die gegenwärtig viele Sektoren prägen. Die Branche sucht weiterhin nach langfristigen Anreizen für Mitarbeiter und Lösungen, um in Zeiten von Unsicherheit und Wandel bestehen zu können.