In der Maxvorstadt wird derzeit kräftig angepackt: Die Umgestaltung der Augustenstraße hat begonnen und verspricht eine bessere Lebensqualität für Anwohner und Besucher. Die Arbeiten, die bis Ende 2027 abgeschlossen sein sollen, mit Restarbeiten bis ins Frühjahr 2028, konzentrieren sich auf den Abschnitt zwischen der Dachauer und der Görresstraße. Ziel ist es, breitere Gehwege, neue Bäume und mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen. Insbesondere die Gehwege werden auf eine Mindestbreite von vier Metern erweitert, was den Fußgängern erheblich zugutekommt.

Im Rahmen des ersten Bauabschnitts wird der Bereich zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße umgestaltet. Dabei wird der Radverkehr künftig im Mischverkehr auf der Fahrbahn stattfinden, da die Radwege zwischen Brienner und Görresstraße zurückgebaut werden. Um den Fußgängern und Radfahrern zusätzliche Sicherheit zu bieten, sind an den Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße aufgeweitete Radaufstellstreifen geplant. Darüber hinaus wird die Augustenstraße mit 36 neuen Sitzbänken und 17 klimaresilienten Bäumen aufgewertet, was auch zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf sieben Millionen Euro, wovon 700.000 Euro aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung gefördert werden. Weitere Informationen zur Umgestaltung können Sie hier nachlesen.

Fünf Teilabschnitte für die Umgestaltung

Die Umgestaltung der Augustenstraße erfolgt in insgesamt fünf Teilabschnitten. Zunächst wird die Westseite in zwei Abschnitten umgebaut, gefolgt von zwei weiteren Abschnitten auf der Ostseite. Der erste Abschnitt umfasst den Umbau zwischen Steinheil- und Theresienstraße, während der zweite Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Steinheilstraße liegt. Ab November 2026 ist die Herstellung der neuen Fahrbahn geplant, was allerdings auch bedeutet, dass die Augustenstraße ab diesem Zeitpunkt für den Verkehr gesperrt wird.

Während der gesamten Bauzeit wird eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Süden eingerichtet, die Durchfahrt Richtung Norden (Josephsplatz) ist nicht möglich. Umleitungen über Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße werden eingerichtet, und die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augustenstraße und Enhuberstraße zur Sackgasse. Dennoch bleibt der Fuß- und Radverkehr innerhalb der Baufelder sicher geleitet. Provisorische Lieferzonen werden für den Lieferverkehr eingerichtet, und alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich. Die Bauleitung wird frühzeitig über Sperrungen informieren. Bei Fragen können Sie sich an das Ingenieurbüro Kaltenecker unter Telefon 0171 6 99 29 15 oder an das Baureferat Tiefbau Oberbauleitung unter der Telefonnummer (089) 233 6 11 17 sowie per E-Mail an oberbauleitung.tiefbau@muenchen.de wenden. Weitere Details zu den Umbauarbeiten finden Sie hier.

Fußgängerfreundlichkeit im Fokus

Die Umgestaltung der Augustenstraße ist nicht nur ein Projekt für die Maxvorstadt, sondern spiegelt auch einen Trend wider, der in vielen Städten zu beobachten ist: Die Rückkehr zur Fußgängerfreundlichkeit. Gehen ist eine einfache, kostenlose und gesundheitsfördernde Fortbewegungsform, und die Gestaltung der Umgebung spielt eine entscheidende Rolle dafür, wie oft Menschen zu Fuß gehen. In Zeiten des Klimawandels und steigender Gesundheitskosten ist es wichtiger denn je, die Fußgängerfreundlichkeit in der Stadtplanung zu berücksichtigen.

Die Idee der „Stadt der kurzen Wege“ hat wieder an Popularität gewonnen, und Studien zeigen, dass Menschen in fußgängerfreundlichen Stadtvierteln mehr Schritte pro Tag gehen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche, und eine fußgängerfreundliche Gestaltung fördert Bewegung im Alltag. Internationale Beispiele wie Zürich, Barcelona und Kopenhagen zeigen, dass eine durchdachte Stadtplanung zu mehr Fußgängern und einer verbesserten Lebensqualität führen kann. Umso mehr freut es, dass München mit der Umgestaltung der Augustenstraße einen Schritt in diese Richtung geht. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.