Die Umgestaltung der Augustenstraße in der Maxvorstadt ist in vollem Gange und soll den Anwohner:innen und Besucher:innen ein angenehmeres Geherlebnis bieten. Aktuell laufen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt, der sich zwischen der Theresien- und Gabelsbergerstraße erstreckt. Die Planung sieht vor, dass bis Ende 2027 die Arbeiten abgeschlossen sind, während kleinere Restarbeiten bis ins Frühjahr 2028 dauern können. Dies berichtet die tz.
Die Stadt München hat sich das Ziel gesetzt, die Gehwege zu verbreitern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität durch neue Bäume und Sitzgelegenheiten zu erhöhen. Konkret werden die Gehwege auf eine Mindestbreite von vier Metern ausgeweitet. Zudem wird der Radverkehr zwischen der Brienner und Görresstraße zurückgebaut, sodass Radfahrende künftig im Mischverkehr auf der Fahrbahn unterwegs sein werden. Neu aufgestellte Radaufstellstreifen an den Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße sollen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen.
Umfangreiche Maßnahmen für eine fußgängerfreundliche Umgebung
Die Umgestaltung erfolgt in fünf Teilabschnitten, beginnend mit der Westseite der Augustenstraße. Nach dem Umbau der Abschnitte zwischen Steinheil- und Theresienstraße sowie Gabelsberger- und Steinheilstraße wird die Ostseite folgen. Ab November 2026 ist die Herstellung der neuen Fahrbahn geplant. Während der Bauzeit wird eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Süden gelten, während die Zufahrt Richtung Norden über die Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße geleitet wird. Der Verkehr auf der Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen der Augustenstraße und der Enhuberstraße zur Sackgasse erklärt. Fuß- und Radverkehr werden während der Baumaßnahmen sicher durch die Baufelder geleitet, und provisorische Lieferzonen werden eingerichtet.
Der Wert einer fußgängerfreundlichen Stadt
Die Umgestaltung der Augustenstraße folgt dem Trend hin zu fußgängerfreundlichen Stadtumgebungen, was zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie eine Analyse zeigt, hat eine solche Planung positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bewohner:innen. Die Gestaltung öffentlicher Räume beeinflusst maßgeblich, wie oft Menschen zu Fuß gehen. Dies wird in der aktuellen Stadtplanung immer mehr berücksichtigt, besonders in Zeiten steigender Gesundheitskosten und des Klimawandels. In fußgängerfreundlichen Stadtteilen legen die Menschen im Durchschnitt mehr Schritte pro Tag zurück, was der Weltgesundheitsorganisation zufolge wichtig für die Gesundheit ist, da mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche empfohlen werden.
Städte wie Zürich, Barcelona und Kopenhagen zeigen, wie eine umsichtige Stadtplanung erfolgreich Fußgängerfreundlichkeit fördert. Hierzulande ist der politische Wille gefragt, um langfristig auf eine fußgängerfreundliche Gestaltung hinzuarbeiten, die sowohl Komfort als auch Sicherheit bietet. Für die Maxvorstadt bringt die Umgestaltung der Augustenstraße deutliche Vorteile und ist ein weiterer Schritt in Richtung einer lebenswerten Stadt, die den Bedürfnissen ihrer Bewohner gerecht wird. Interessierte Bürger:innen können sich über die Baufortschritte informieren und Fragen an die zuständigen Ingenieurbüros richten.