Die Buchlandschaft in Planegg hat seit Montag eine neue Facette: Die Buchhandlung Rupprecht hat vier Wochen nach der Schließung der insolventen Buchhandlung Kohler in der Bahnhofstraße 41 eröffnet. Damit geht ein Lichtblick für die Literatur- und Bildungseinrichtung und die ansässige Gemeinschaft einher. Wie Merkur berichtet, ist diese Eröffnung die 53. Filiale der Rupprecht-Gruppe, die ihren Ursprung in Vohenstrauß hat und mittlerweile ihren Einfluss im süddeutschen Raum etabliert hat.
Die Übernahme bringt frischen Wind in die Buchhandlung, die erst letzten Monat schließen musste, nachdem Wolfgang Kohler Insolvenz angemeldet hatte. „Ein gutes Händchen“ hat Johannes Rupprecht bewiesen, der sich vor der Eröffnung mit der Umgebung vertraut gemacht hat und als Nachmieter der ehemaligen Buchhandlung Kohler fungierte. Alle Mitarbeiterinnen des vorherigen Teams wurden übernommen, was die Kontinuität und Vertrautheit für die Kunden sichern soll. Die Möblierung bleibt weitgehend unverändert, jedoch wird das Sortiment an Schreibwaren nicht mehr angeboten.
Betriebszeiten und Teamunterstützung
Die Buchhandlung hat nun neue Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 18:30 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr. Das sind zwei Stunden mehr, als es zuvor der Fall war. Katja Kraus, Filialleiterin in Bayreuth, unterstützt das Team bei der Einarbeitung und dem Einräumen der Regale wie Unser Würmtal ergänzt. Das Schild der bisherigen Buchhandlung Kohler wurde bereits abmontiert und der neue Rupprecht-Schriftzug wird zeitnah geliefert.
Die Hoffnung auf eine langfristige Lösung für die Buchhandlung als Bildungseinrichtung ist durch die Übernahme durchaus gegeben. Es zeigt eine positive Wendung in einer Branche, die gegenwärtig vor einigen Herausforderungen steht. So hat die Zahl der Bucheinzelhändler in Deutschland einen Tiefpunkt erreicht – ein Teil der Begründung liegt in steigenden Mieten, geänderten Kaufverhalten und erhöhten Personalkosten, wie die Tagesschau berichtet.
Ein Rückblick auf den Buchmarkt
Im Jahr 2023 zählte man nur noch rund 2.980 Bucheinzelhändler, was einen Rückgang von 24 Prozent seit 2018 darstellt. Auch die Anzahl der Beschäftigten im Bucheinzelhandel ist von 28.000 auf 22.620 gefallen. Trotzdem ist der Umsatz um neun Prozent gestiegen, was Hoffnung für die Branche gibt. Diese Entwicklung macht die Übernahme der Buchhandlung Rupprecht umso wichtiger; sie könnte ein Beispiel für andere Städte sein, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Die Buchhandlung Rupprecht hat somit die Chance, nicht nur eine bestehende Tradition fortzuführen, sondern auch neue Akzente zu setzen und den Bürgern von Planegg eine wertvolle Anlaufstelle für Literatur und Wissensvermittlung zu bieten. So kann in Planegg das Engagement für Bücher und Lesen weiter gefördert werden; ein Angebot, das nicht nur für die kleinen Leser von Bedeutung ist, sondern für die gesamte Gemeinschaft.