Wer hätte gedacht, dass Poesie so einen tiefen Einblick in die Abgründe des Lebens geben kann? Am 15. April 2026 wird die ukrainisch-amerikanische Dichterin Oksana Maksymchuk ihr neuestes Werk im Lyrik Kabinett in München vorstellen. Von 19:00 bis 21:00 Uhr können interessierte Leser:innen an dieser faszinierenden Veranstaltung teilnehmen, bei der die poetischen Klänge des Krieges im Vordergrund stehen.
Maksymchuk, die 1982 in Lviv/Lemberg geboren wurde und im Februar 2022 während des Übergriffs auf die Ukraine in Budapest lebte, hat mit „Still City (Tagebuch einer Invasion)“ ein eindringliches Werk geschaffen. Ihre Gedichte erfassen eindrucksvoll den Alltag im Krieg und kombinieren Elemente wie Erlebtes, soziale Medien, Nachrichten, Zeugenaussagen sowie Fotos und Drohnenvideos. So wird der Leser mitten ins Geschehen gezogen und erhält ein Gefühl dafür, wie die Zerstörung des Alltags und die damit verbundene Gewöhnung daran die Menschen prägen. Das Werk wurde sogar für den prestigeträchtigen Griffin Poetry Prize und den Pen/Voelcker Award for Poetry nominiert und zeigt die Kraft ihrer Worte im Angesicht des Schreckens.
Ein Abend voller Inspiration
Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Marie Schmidt, die bereits für ihre herausragenden Leistungen mit dem Deutschen Reporterpreis 2018 und dem Alfred-Kerr-Preis 2019 ausgezeichnet wurde. Für ein passendes Grußwort sorgt Martin Schulze Wessel, was das Event zu einem besonderen Höhepunkt macht. Der Eintritt beträgt 10 Euro, für 7 Euro gibt es ermäßigte Tickets und Mitglieder des Freundeskreises dürfen sogar kostenlos teilnehmen.
Ein zusätzlicher Lichtblick: Maksymchuk ist derzeit Artist in Residence im Stipendienprogramm von Lyrik Kabinett und der Landeshauptstadt München, was ihren kreativen Schaffensprozess zusätzlich bereichert.
Ein eindrucksvolles Werk
Das poetische Tagebuch von Maksymchuk ist nicht nur eine künstlerische Darbietung, sondern stellt auch ein vehementes Zeugnis der aktuellen Zeit dar. In ihren Gesängen begegnet sie dem Grauen des Krieges direkt und lässt uns die leidvollen Erfahrungen der Betroffenen miterleben. Wie in ihren Gedichten so treffend beschrieben, geht es nicht nur um den Verlust, sondern auch um die Resilienz der Menschen, die trotz der widrigen Umstände weiter leben, sich anpassen und ihre Stimme erheben.
Eine Kostprobe ihrer Kunst gibt es bereits in einem Gedichtauszug: „Relikte eines Universums“, übersetzt von Matthias Kniep, der nicht nur als freier Autor, sondern auch als Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik sowie Juror im Haus für Poesie in Berlin bekannt ist.
Der Abend verspricht, ein bewegendes Erlebnis zu werden, das weit über die Worte hinausgeht und die Zuhörer in die Herzen der Menschen führt, die inmitten von Unruhen und Zerstörung leben. Sehen wir uns in München, um den Klängen von Oksana Maksymchuk zu lauschen und gemeinsam einen Raum für Austausch und Reflexion zu schaffen!