Heute ist der 1.03.2026 und die literarische Szene in München erwartet mit Spannung die Vorstellung des neuen Bandes der ukrainisch-amerikanischen Dichterin Oksana Maksymchuk. Am Mittwoch, dem 15. April 2026, von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr wird das Event im Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83, 80799 München, stattfinden. Der Eintritt kostet € 10 bzw. € 7, während Mitglieder des Freundeskreises freien Eintritt haben. Die Veranstaltung wird von Marie Schmidt moderiert, die als Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung bekannt ist und bereits mehrere Preise für ihre Arbeit gewonnen hat. Ein Grußwort wird von Martin Schulze Wessel gehalten.
Oksana Maksymchuk, geboren 1982 in Lviv/Lemberg, Ukraine, hat sich in ihrer Poesie intensiv mit den Schrecken des Krieges auseinandergesetzt. Ihr Werk „Still City (Tagebuch einer Invasion)“ wurde 2025 für den Griffin Poetry Prize und den Pen/Voelcker Award for Poetry nominiert. In diesem poetischen Tagebuch, das sie vor und während des russischen Übergriffs auf die Ukraine verfasste, thematisiert sie den Alltag im Krieg und kombiniert verschiedene Elemente wie Erlebtes, soziale Medien, Nachrichten, Zeugenaussagen, Fotos und Drohnenvideos. Die Gedichte zeigen eine direkte Auseinandersetzung mit dem Grauen des Krieges, dokumentieren die tägliche Zerstörung und die damit verbundene Gewöhnung daran. Maksymchuk ist derzeit Artist in Residence im Stipendienprogramm von Lyrik Kabinett und der Landeshauptstadt München.
Die Bedeutung der Poesie im Kontext des Krieges
Die Gedichte von Oksana Maksymchuk bieten nicht nur einen Einblick in die persönlichen Erfahrungen einer von Krieg betroffenen Dichterin, sondern sind auch ein bedeutendes Zeugnis der gegenwärtigen humanitären Krise. Sie bringt die Realität des Krieges auf eine Weise zum Ausdruck, die oft in den Massenmedien verloren geht. Durch ihre poetische Sprache und die Kombination unterschiedlicher Medienformen schafft sie eine eindringliche Verbindung zwischen dem Leser und der brutalen Wirklichkeit des Lebens in einem Kriegsgebiet.
Die Veranstaltung im Lyrik Kabinett ist nicht nur eine Möglichkeit, Maksymchuks neuestes Werk kennenzulernen, sondern auch eine Gelegenheit, sich mit den tiefgreifenden Themen auseinanderzusetzen, die ihre Poesie anspricht. Die Kooperation mit dem Artist in Residence-Programm Munich und dem Mykola-Haievoi-Zentrum für moderne Geschichte der LMU München unterstreicht die Wichtigkeit der kulturellen Auseinandersetzung mit den Themen Krieg und Frieden.
Ein Blick auf Oksana Maksymchuks Werk
Ein Gedichtauszug von Oksana Maksymchuk, „Relikte eines Universums“ aus „Tagebuch einer Invasion“, übersetzt von Matthias Kniep, wird in der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser 2025 veröffentlicht. Dies zeigt die künstlerische Tiefe und die emotionale Resonanz, die ihre Werke vermitteln. Maksymchuk, die in Budapest lebte, als der Übergriff auf die Ukraine begann, bringt ihre Erfahrungen und Beobachtungen in eine Form, die sowohl persönlich als auch universell ist.
Für alle Interessierten und Liebhaber der Poesie bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, sich mit den Herausforderungen und der Resilienz, die der Krieg mit sich bringt, auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Autorin finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung hier sowie zu ihrem Buch hier.