Am Samstagvormittag, dem 28. Februar 2026, wurde in München ein neuer Abschnitt der Tramlinie 14 feierlich eröffnet. Bei optimalen Wetterbedingungen präsentierte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die neue Trasse, die sich über 1,5 Kilometer zwischen der Agnes-Bernauer-Straße und der Ammerseestraße erstreckt. Dies ist das erste neue Teilstück des Tramnetzes seit Dezember 2016, das insbesondere zur künftigen Tram-Westtangente gehört, die Romanplatz und Aidenbachstraße verbinden soll. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist bis Ende 2028 angedacht, jedoch abhängig vom Baufortschritt, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Doch der Freude über die Eröffnung stand ein leider angekündigter Streik der MVG gegenüber. Während nur die U3 und U6 im Teilbetrieb fuhren, kamen die Straßenbahnlinien 25, 20 und 14 zum Einsatz. Das neue Liniennetz der Tram 14 bedient nun tagsüber alle 10 Minuten die Strecke zwischen Pasing Bf. und Gondrellplatz. Nach der Jungfernfahrt um 11:30 Uhr wird der normale Betrieb aufgenommen, wobei die Tram abends und in den frühen Morgenstunden im 20-Minuten-Takt verkehrt, so die Informationen auf der SWM-Website.

Bürgerfest am Laimer Anger

Ein besonderes Bürgerfest wurde zum Anlass der Eröffnung am Laimer Anger gefeiert, um 11:30 Uhr, etwa 100 Meter von der Haltestelle Fürstenrieder Straße entfernt. Dort konnten die Gäste sich bei leckeren Speisen und Getränken stärken und Reden von prominenten Politikern hören. Der zweite Bürgermeister Dominik Krause sowie die dritte Bürgermeisterin Verena Dietl sprachen über die Tragweite der Westtangente für die Münchner Infrastruktur. Die Realisierung dieses Projekts hat eine lange Geschichte, die bereits 1991 mit einem Stadtratsbeschluss begann. Nach zahlreichen Debatten und Schwierigkeiten, wie dem Einsacken des Untergrunds in der Fürstenrieder Straße, wurden endlich Fortschritte erzielt.

MVG-Chef Ingo Wortmann und Mobilitätsreferent Georg Dunkel äußerten sich zuversichtlich über die positive Nutzung der neuen Linie. Die Haltestellen sind barrierefrei gestaltet und für Züge bis zu 56 Metern Länge ausgelegt. Ein weiterer Abschnitt der Fürstenrieder Straße soll bis September mit einer neuen Fahrbahn und Radwegen fertiggestellt werden, um die Integration von verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleichtern, wie auch auf muenchen.de zu erfahren ist.

Veränderungen im Mobilitätsverhalten

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu erwähnen, dass München 2023 an der Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten“ teilgenommen hat. Hierbei wurden etwa 40.000 Münchner*innen über ihr Verkehrsverhalten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Mobilitätsverhalten wandelt: Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad oder gehen zu Fuß. Der Anteil der täglichen Wege hat sich im Vergleich zu 2017 kaum verändert, doch private Wege haben zugenommen, während berufliche Wege rückläufig sind. Dies steht im Einklang mit den anhaltenden Bemühungen der Stadt, eine positive Veränderung des Verkehrskonzeptes zu erreichen.

Die Tramlinie 14 und die geplante Westtangente sind Schritt für Schritt Teil dieser Entwicklungen, hin zu einem vielseitigen und nachhaltigen Mobilitätsangebot für die Münchner Bürgerinnen und Bürger.