Die HSV-Frauen haben im Viertelfinale des DFB-Pokals eine herbe Niederlage gegen den FC Bayern München einstecken müssen. Am Mittwochabend, den 10. März 2026, endete das Duell im Volksparkstadion mit 0:3 für die Münchenerinnen. Edna Imade sorgte bereits in der 6. Minute für die frühe Führung, gefolgt von weiteren Treffern durch Franziska Kett (66. Minute) und Natalia Padilla-Bidas (88. Minute). Trotz des Rückstands zeigten die HSV-Frauen eine couragierte Leistung, wie Torhüterin Lea Paulick lobend bemerkte.
Die Hamburgerinnen hatten jedoch Schwierigkeiten, gefährliche Abschlusspositionen zu erreichen und waren überwiegend in der Defensive gefordert. Trainerin Liese Brancao erlebte ihre erste Niederlage in einem Pokalspiel, während die Bayern ihre beeindruckende Serie von 45 ungeschlagenen Spielen in Bundesliga und Pokal fortsetzten.
Ein Blick auf das Spiel
Das Spiel war eine Herausforderung für den HSV, der sich nun auf die Bundesliga konzentrieren muss, wo am Sonntag ein wichtiges Match gegen den Tabellenletzten FC Carl Zeiss Jena ansteht. Ein Missverständnis in der Abwehr führte zum ersten Tor von Imade, und ein nicht geahndetes Foul an Barbara Dunst hätte dem HSV möglicherweise einen Elfmeter eingebracht. Bayern hatte im ersten Durchgang bis auf einen Kopfball von Pernille Harder (40. Minute) keine weiteren hochkarätigen Chancen.
Die Zuschauerzahl von rund 12.600 im Stadion war vier Mal so hoch wie bei einem normalen Spiel auf dem Bayern-Campus, was die Vorfreude auf die Partie unterstrich. Trainer José Barcala hatte im Vorfeld ein schwieriges Spiel erwartet, und die Bayern-Verteidigerin Giulia Gwinn äußerte sich positiv über die Atmosphäre im Stadion.
Ausblick und kommende Herausforderungen
Für die HSV-Frauen war der Pokal ein Ziel, das sie in dieser Saison nicht erreichen konnten, nachdem sie im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen gewonnen hatten. Die vergangene Saison, in der sie das Halbfinale erreichten, bleibt ein positives Highlight. In der Liga kämpfen sie derzeit um den Klassenerhalt und zeigen sich dabei in den letzten Spielen, wie gegen Werder Bremen (1:1) und Hoffenheim (4:0), stark.
Die Notwendigkeit einer kompakten Mannschaftsleistung und hoher Intensität wurde von Trainerin Brancao betont, während historische Beispiele zeigen, dass Außenseiter im DFB-Pokal durchaus erfolgreich sein können. Zudem könnte das Unentschieden der Männer des HSV gegen Bayern im Februar (2:2) als Motivation dienen.
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