Ein beunruhigender Vorfall hat kürzlich in Martinsried die Gemüter der Anwohner und Umweltschützer erregt. Der Amphibienzaun an der Straße „Am Klopferspitz“ wurde mutwillig beschädigt, was nicht nur einen direkten Angriff auf eine wichtige Naturschutzmaßnahme darstellt, sondern auch die Sicherheit der dort lebenden Kröten, Frösche und Molche gefährdet. Laut unser-wuermtal.de hat das Team des Amphibienschutzes 800 Meter Zaun errichtet, um diese Tiere sicher über die Straße zu geleiten.

Bei täglichen Kontrollen, die von den Mitgliedern des Arbeitskreises für Amphibienschutz durchgeführt werden, wurden wiederholt durchtrennte Spannschnüre entdeckt. „Ohne diesen Zaun sind die Tiere vor allem durch den häufig verkehrenden Bus der Linie 266 in akuter Gefahr, überfahren zu werden“, warnt Hildburg Kraemer, die Sprecherin des AK Amphibienschutz. Um den Vandalismus zu stoppen, erstattete sie Anzeige bei der Polizei in Planegg.

Eine gefährliche Situation für die Amphibien

Die Frühlingswanderung der Amphibien, die zwischen Mitte Februar und Anfang April stattfindet, hat in diesem Jahr begonnen, und die Tiere sind auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Diese Straßenquerungen stellen eine der größten Gefahren für die Tiere dar. Daher sind die genauen Zeiträume und Wetterbedingungen für die Wanderung von entscheidender Bedeutung. Besonders bei milden, regnerischen Nächten über 5 °C brechen die Amphibien zu ihren Lebensräumen auf, was ihre Sicherheit zur Priorität macht, wie der NABU in seiner Aktion zur Krötenwanderung erläutert NABU.

Der Vandalismus am Zaun hat direkte Auswirkungen auf den Erfolg dieser wichtigen Rettungsaktion. „Der jetzige Zustand des Zauns gefährdet die ganze Amphibienpopulation in diesem Bereich“, so Kraemer. Die schnellen und wiederholten Beschädigungen haben das Team dazu gezwungen, den Zaun an einem Ende zu verkürzen, um den Zugang für Spaziergänger und Hundehalter zu erleichtern. Dennoch wurden am Folgetag erneut Schnüre durchtrennt.

Hilfe gesucht!

Der AK Amphibienschutz ruft nun die Anwohner zur Mithilfe auf, um den Vandalismus, der sowohl tagsüber als auch nachts stattfindet, aufzuklären. Ein intakter Zaun ist essenziell, um das Überleben der Tiere zu sichern, die bei ihrer Wanderung zur Brutzeit dringen Schutz benötigen.

Aktuelle Statistiken zeigen, dass innovative Schutzmaßnahmen wie permanente Leitsysteme und spezielle Durchlässe für Amphibien in den nächsten Jahren einen zusätzlichen Rückgang der bestandsbedrohenden Verkehrsunfälle verhindern sollen. Bis 2026 plant das Umweltministerium eine Erhöhung der finanziellen Mittel für solche lokalen Initiativen um 20%, was eine positive Entwicklung für den Amphibienschutz verspricht umfis.de.

Die erfolgreiche Programmierung und der Einsatz von Technologien wie GPS-gestützte Frühwarnsysteme, zusammen mit der Mobilisierung von Freiwilligen, zeigen, dass sich die Region aktiv für den Schutz unserer krötenartigen Freunde einsetzt. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, vor allem bei der Frühlingswanderung der Amphibien, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass ohne weitere Störungen ein sicheres Überqueren der Straßen ermöglicht wird.